Schweich: Levana-Schule verabschiedet Rektor Volker Werkhausen

Schulen : Immer an den Schülern orientiert

Die Schweicher Levana-Schule hat ihren langjährigen Lehrer und Schulleiter in den Ruhestand verabschiedet.

Drei Jahrzehnte haben den scheidenden Rektor geprägt – aber ebenso die Levana-Schule und ihre Schüler. Nun beginnt für Volker Werkhausen (63), der seit 1988 an der seit 2011 von ihm geleiteten Schule unterrichtete, der Ruhestand. Bei seiner Verabschiedung würdigten seine Verdienste Landrat Günther Schartz und Klaus Isenbruck, bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) im Schulaufsichtsbezirk Trier zuständig für sonderpädagogische Förderung. Für Isenbruck zeichnet es den Förderschulrektor aus, dass er sich immer an den Schülern orientiert habe. Als „Stichworte“ dazu nannte er die Schattentheateraufführungen, mehrfach ausgezeichnet auf Landes- und Bundesebene (der TV berichtete), und das internationale Engagement der Schule. Es sei beachtlich, „Kooperationen mit halb Europa“ zu pflegen, bekräftigte Schartz, der solche „Inhalte“ auch aus Sicht des Kreises begrüßt. Obenan gestanden für Werkhausen hätten aber immer die Kinder und eine offene Schule: „Er hat gezeigt, wie man Inklusion und Integration par excellence macht“ – und das mit eh verfügbaren Mitteln. Die Tür des Rektors habe praktisch immer offen gestanden, dankte Sandra Schön vom Schulelternbeirat für die „vertrauensvolle angenehme Zusammenarbeit“.

Das von Lehrern und Schülern gestaltete zweistündige Programm moderierte Konrektor Markus Fischer. Ansprachen wechselten ab mit Beiträgen von Lehrerband, Schulchor und von Schülern der Unter-, Mittel- Ober- und Berufsorientierungsstufe. Mit Liedern und Sketchen beschrieben sie ihren Lehrer und dessen Hobbys, für die sie passende Geschenke überreichten. Darunter Strohhüte, eine von Schülern gebaute Cajon-Kistentrommel sowie Gießkanne und Spaten, liebevoll mit Blümchen verziert.

„Ich bin überwältigt“, dankte Werkhausen Akteuren, Rednern und dem die Schule großzügig unterstützenden Förderverein. Andererseits vergaß er aber auch nicht seine „Starthelfer“ wie Josef Peter Mertes, 1988 Schulrektor und später ADD-Präsident, diejenigen, die ihn bestärkten, die Leitung zu übernehmen, und Kollegen, die sich auf neue Ideen einließen – und auf Veränderungen wie Integrationshelfer im Unterricht. Dank ihrer individuellen Unterstützung gebe es enorme Entwicklungen bei Schülern, die auf solche „besonderen Lernbedingungen“ angewiesen seien. Zu Fischer gewandt betonte Werkhausen: „Nur gemeinsam konnten wir die Schule voranbringen und so vieles auf die Beine stellen.“ Bestärkt sieht er sich in der Klassenzahl, einst acht und heute 15, was ihm nun andererseits Sorgen bereitet, da sich bisher kein Nachfolger für seine Stelle fand. Zum Miteinander am Standort betonte Werkhausen: „Wir sehen uns als eine kooperative Förderschule, die Teil eines Schulzentrums ist.“

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