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Schweich verleiht Stefan-Andres-Preis

Schweich verleiht Stefan-Andres-Preis

Die Schriftstellerin Katharina Hacker wird in diesem Jahr mit dem Stefan-Andres-Preis der Stadt Schweich für Literatur deutscher Sprache ausgezeichnet. Die Preisverleihung ist am Samstag, 26. Juni.

Schweich. (red) Der mit 2500 Euro dotierte Stefan-Andres-Preis wurde 1984 anlässlich der Stadtwerdung Schweichs gestiftet und wird seit 1986 alle drei Jahre vergeben.

Die diesjährige Preisträgerin Katharina Hacker, 1967 in Frankfurt am Main geboren, studierte Philosophie, Geschichte und Judaistik an der Universität Freiburg. 1990 wechselte sie an die Hebräische Universität Jerusalem und unterrichtete in Tel Aviv. Seit 1996 lebt sie als freie Schriftstellerin in Berlin.

Katharina Hacker, die vor allem durch die Romane "Die Habenichtse" (2006) und "Alix, Anton und die anderen" (2009) bekannt geworden ist, bekommt den Preis vor allem für ihren 2006 erschienenen Roman "Eine Art Liebe", den sie dem Holocaust-Forscher Saul Friedländer gewidmet hat.

Sophie, die Ich-Erzählerin, lernt in Jerusalem den Anwalt Moshe Fein kennen, der eine Geschichte zu vergeben hat: die Geschichte seines Freundes Jean, die auch seine eigene Geschichte ist. "Ich schenke dir diese Geschichte, schreib du sie auf", sagt er zu ihr, und wo die Erinnerung nicht reicht, soll sie die Wahrheit glaubhaft erfinden. Und das versucht sie. Es wird die Geschichte einer Freundschaft zwischen Moshe und Jean, zwischen Sophie und Moshe; sie handelt von Verrat und Schuld, vom Verhältnis zwischen Juden und Christen, vom Holocaust und vom Überleben danach und auch von der gegenwärtigen Lage in Israel.

Die Preisverleihung findet am Samstag, 26.Juni, 11 Uhr, im Kulturzentrum Ehemalige Synagoge Schweich statt.