Schwerter und Motoren

TRIER. Rallyesportler, dröhnende Motoren und der Kampf um jede Zehntelsekunde – ein faszinierendes Spektakel. Kämpfende Gladiatoren im Amphitheater, exerzierende Legionäre, die antike römische Welt – damit begeistert "Brot und Spiele" Besucher aus ganz Europa. Jedes dieser Großereignisse ist für sich schon einen Besuch Triers wert, doch vom 10. bis zum 13. August präsentiert die Stadt Rallye und Römer parallel.

Offenbar haben die jeweils Verantwortlichen die für einen derartigen Doppelschlag notwendige komplexe Koordination und Logistik sehr gut gelöst. Die Rallye und das Römerspektakel bekämpfen sich nicht, sondern unterstützen einander. "Brot und Spiele" wird als attraktives Rahmenprogramm für Rallye-Fans ins Motorsport-Marketing eingebunden, die Rallye profitiert auf diesem Weg von den alten Römern. "Es war harte Arbeit", sagt Rallye-Organisator Manfred Kronenburg. "Natürlich war es nicht einfach, aber vom Cross-Marketing werden beide profitieren", bestätigt Ronald Frank, Chef der für "Brot und Spiele" verantwortlichen Medienfabrik.Eine Verschiebung kam weder für die Rallye noch für das Römerspektakel infrage. Der deutsche Weltmeisterschaftslauf ist fest in den von Januar bis November reichenden Terminplan der ADAC-Rallye eingebunden, und auch "Brot und Spiele" hat seinen Termin über einen langen Zeitraum hinweg mit Reiseveranstaltern und anderen Partnern abgestimmt. Und so heißt es "Start frei" und "Ave" zur gleichen Zeit. "Brot und Spiele" präsentiert sein neues Programm vom 11. bis zum 13. August (der Trierische Volksfreund berichtete). Die Rallye-WM beginnt bereits am 10. August mit dem Show-Start vor der Porta Nigra. "Um 20 Uhr rollt das erste Auto von der Rampe", kündigt Manfred Kronenburg an. Am 11. August geht es dann ab 8.30 Uhr am saarländischen Bostalsee richtig los.

Starke Nerven und Zehntelsekunden werden auf 19 harten Prüfungen über Sieg und Niederlage entscheiden. Im Zentrum in Trier und an Stationen an der Mosel, im Hunsrück und dem nördlichen Saarland erwartet der ADAC mehr als 200 000 Zuschauer im gesamten Umfeld.

Es gibt einige Änderungen im Vergleich zum Vorjahr. Eine betrifft den Parc fermé am Viehmarkt. "Das lief bisher zu anonym ab", so Kronenburg. "Dieses Mal ist der Viehmarkt der Haupt-Info-Punkt mit einer separaten Moderation." Abends steigt dort die Rallye-Party mit Live-Musik. Das offizielle Ziel der Rallye - kein Show-Ziel wie im letzten Jahr - ist dann am 13. August wieder die Porta. Um 12.24 Uhr soll nach Zeitplan das erste Auto über die Rampe rollen. "Das wird allerdings nicht gleich der Sieger sein", kündigt der Organisator an. "Wir zählen von Platz 15 rückwärts bis Platz eins." Die Wagen kommen durch die Fleischstraße über den Hauptmarkt, die Fußgängerzone wird wie immer abgegittert.

Mehr als 100 Helfer sind im Einsatz, im Vorjahr waren es 70. Manfred Kronenburg, im Beruf interessanterweise Leiter der Bußgeldstelle des Polizeipräsidiums Trier, hebt die "hervorragende Zusammenarbeit mit allen Partnern" hervor. "Es war auch ein gutes Miteinander mit allen Ämtern."