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Schwertransport mit Brückenteil bleibt stecken

Schwertransport mit Brückenteil bleibt stecken

Der Plan war gut, aber er ist an der Realität gescheitert: Weil ein Teil der neuen Eisenbahnbrücke zwei Meter länger angefertigt werden musste als geplant, gab es für den Schwertransport, der das Teil gestern anlieferte, in der Ortslage St. Thomas (Eifelkreis Bitburg-Prüm) kein Durchkommen mehr. Erst am späten Nachmittag erreichte die Brücke ihr Ziel.

St. Thomas. Walter Braband von der Kreisverwaltung Bitburg, dort zuständig für die Genehmigung von Schwertransporten, hat am Dienstmorgen Falten auf der Stirn und ist sauer. "Die Auflagen sind eindeutig nicht erfüllt worden, und jetzt hängt der Transport fest", moniert er. Das längere Brückenteil hätte zwar keinen längeren Transport verursacht, geändert hätte sich jedoch das Kurvenlaufverhalten des Fahrzeuges, resümiert der Fachmann. Im Klartext: Der Transport brauchte mehr Raum in der Innenkurve. Und den hatte er am Ortseingang von St. Thomas nicht. Die Folge: Weiterfahrt unmöglich.
Heikle Zentimeterarbeit


Die einzige Möglichkeit sahen die Verantwortlichen darin, das Brückenteil mit dem Kran anzuheben und in der Luft um die Kurve zu schwenken und dann wieder auf den Transporter abzulegen. Dafür musste sogar das Geländer eines Privathauses weichen.
Günther Brien, Projektleiter der Stahlbau Magdeburg GmbH: "Das ist ärgerlich, nun aber nicht zu ändern. Jetzt müssen wir die Situation lösen und nicht über Genehmigungen diskutieren."
Alles weitere war Zentimeterarbeit, vorbei an Straßenlampen, Hauswänden und Mauern. Ein aufwendiges Verfahren, das viele Stunden in Anspruch nahm.
Eine Situation, die den mehreren Dutzend Schaulustigen aus dem Dorf und vielen Radtouristen spektakuläre Bilder lieferte.
"Die Zeitverzögerung müssen wir reinholen. Die Terminfolge ist eng, am Montag kommen bereits die Gleisbauer", sagt Günther Brien. RH