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Schwierige Bergung nach vier Stunden

Schwierige Bergung nach vier Stunden

Ein brennender Autotransporter hat am Mittwochmittag die A 1 zwischen Föhren und Salmtal für anderthalb Stunden lahmgelegt und einen großen Stau verursacht. Das Feuer vernichtete acht der zwölf geladenen Autos der Marke Smart. Die Polizei schätzt den Schaden auf über 300.000 Euro.

Luftbild vom Brand des Autotransporters auf der A1. Foto: Portaflug

Kilometerweit war der schwarze Rauch zu sehen, der gestern Mittag an der Autobahn-Anschlussstelle Föhren aufstieg. Lichterloh stand zu diesem Zeitpunkt ein Autotransporter auf dem Seitenstreifen der A.1 in Flammen.

Nach Auskunft der Polizei hatte der Fahrer gegen 12.45 Uhr zunächst einen Knall gehört und dann bemerkt, dass ein Reifen geplatzt war. Als er auf den Seitenstreifen gefahren sei, habe er schon im Rückspiegel den brennenden Anhänger gesehen. Offenbar hatte ein platter Reifen durch die starke Hitzeentwicklung Feuer gefangen.
Obwohl die Feuerwehren aus Hetzerath, Salmtal und Schweich schnell vor Ort waren und den Brand löschten, waren die Zugmaschine und acht der zwölf geladenen Autos der Marke Smart nicht mehr zu retten. Nur die letzten vier Fahrzeuge auf dem Transporter seien voraussichtlich noch gebrauchsfähig, sagt Reno Klemens von der Autobahnpolizei Schweich.
Während der Löscharbeiten wurde der Verkehr in Fahrtrichtung Wittlich für rund anderthalb Stunden, von 12.45 bis 14.15 Uhr, gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Rückstau, der ungefähr bis zur Anschlussstelle Schweich reichte.
Die Kraftfahrer, die vor der Brandstelle ausharrten, wurden von der Polizei zurückbeordert. Sie drehten auf der Autobahn und fuhren zur Anschlussstelle Föhren, die gesperrt wurde. Dort reihten sie sich in den Umleitungsverkehr ein, der über die L.141 nach Hetzerath und weiter bis zur Autobahnauffahrt bei Sehlem geleitet wurde.
Während der Bergung des Transporters war die Autobahn bis zum frühen Abend halbseitig gesperrt; nur die linke Spur war befahrbar. Die Bergung habe sich schwieriger gestaltet als angenommen, berichtet die Polizei. Den Plan, das Ersatzrad an die Zugmaschine zu montieren und diese dann samt Anhänger "huckepack" abzutransportieren, habe man fallenlassen müssen, weil das heiße Material zu brechen drohte. Deshalb habe man sich entschieden, die Teile einzeln zu verladen.
Der Fahrer des Autotransporters kam mit einem Schrecken davon, er blieb unverletzt. Allerdings ist der Sachschaden beträchtlich. Die Polizei schätzt ihn auf mehr als 300.000 Euro.