Sechs Monate nur auf Umwegen in die Eifel

Sechs Monate nur auf Umwegen in die Eifel

Der B 51-Abschnitt zwischen dem Helenenberg und Windmühle wird zu einer 3,3 Kilometer langen Baustelle. Grund: Der Straßenbelag muss erneuert werden. Der Verkehr wird deshalb teils durch die Baustelle und teils daran vorbeigeleitet. In wenigen Tagen beginnen die Arbeiten.

Welschbillig/Eisenach. Die nächste große Baustelle auf der B 51 ist nicht mehr weit. Wer ganz genau hinsieht, kann die ersten Anzeichen schon sehen: Auf dem Wirtschaftsweg unmittelbar neben der Bundesstraße 51 zwischen dem Helenenberg und Windmühle stehen bereits die ersten Warnbaken. Dort wird nach Auskunft des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Trier vermutlich für rund sechs Monate der komplette Verkehr in Richtung Trier fließen. Einen genauen Termin für den Start der Arbeiten kann Hans-Michael Bartnick, Pressesprecher des LBM Trier, derzeit noch nicht nennen. Das hänge von der Witterung ab, sagt er auf TV-Anfrage.
Trotz dieser Unsicherheit steht der grundsätzliche Plan für das Vorhaben. Ziel ist die Erneuerung der Asphaltschichten zwischen dem Helenenberg und Windmühle auf einer Länge von 3,3 Kilometern. Das wird am Ende nach Auskunft von Batnick insgesamt rund 2,6 Millionen Euro kosten.
Möglicherweise wird das Projekt auch die Verkehrsteilnehmer den ein oder anderen Nerv kosten. Im dreispurigen Bereich bis kurz vor Windmühle soll die Fahrtrichtung Trier auf einem parallel laufenden Wirtschaftsweg umgeleitet werden. Der Verkehr Richtung Bitburg wird größtenteils durch die Baustelle geführt.
Damit nicht genug. Im Bereich des zweispurigen Abschnittes bei Windmühle wird die Fahrtrichtung Bitburg erst über die Kreisstraße 1 Richtung Welschbillig geführt. Nach rund 500 Metern geht es dann scharf nach links in einen Wirtschaftsweg Richtung Schwarzkreuz. Von dort ist der Weg frei zur B 51.
Die Planer des Landesbetriebs haben diese Umleitungsstrecken mit Bedacht gewählt. Bartnick sagt, dass diese Verkehrsführung den Vorteil habe, dass auf eine Ampel verzichtet werden kann. "Außerdem wird die Ortslage Welschbillig vom Umleitungsverkehr freigehalten." Hintergrund: Würde nicht der kurze Weg über Schwarzkreuz gewählt, müssten alle Fahrzeuge mit dem Ziel Bitburg durch Welschbillig fahren, um über die B 422 wieder zur B 51 zu gelangen.
2011 wurde wegen einer Baustelle zwischen Newel und Windmühle der Verkehr sechs Wochen lang gar weiträumig über Echternacherbrück und Wolsfeld nach Bitburg geleitet.
Erneuert werden müssen die Fahrbahnen, weil sie aufgrund der täglichen Belastung schlicht und einfach kaputt gefahren sind. Die Strecke war nach LBM-Auskunft 1999/2000 zum bisher letzten Mal saniert worden. Laut LBM sind laut den letzten vorliegenden Daten der Zählstelle aus dem Jahr 2009 rund 16 500 Fahrzeuge täglich bei Meilbrück unterwegs. Rund 2500 davon sind LKW. Aufgrund der allgemeinen Zunahme des Verkehrs dürften die aktuellen Zahlen darüber liegen.

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