Seine Leidenschaft sind Autorennen

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Manfred Kronenburg hat viele hochkarätige Sportveranstaltungen organisiert. Jetzt würdigt Oberbürgermeister Leibe die ehrenamtlichen Verdienste mit dem Ehrenbrief der Stadt. Nur für ein Ereignis steht er nicht mehr zur Verfügung.

Trier Beim Thema Motorsport in der Region Trier fällt ein Name zwangsläufig: Manfred Kronenburg hat in den vergangenen 40 Jahren als Vorsitzender des Racing-Team-Trier manch hochkarätiges Rennen organisiert. Seien es das Bergrennen zwischen Fell und Thomm, das mehrfach als Kurs für Europameisterschaften diente, oder die Weltmeisterschaftsrunden der ADAC-Rallye Deutschland.
Und weil dies Trier neben Prestige und weltweiter Werbung auch rund 100 000 Euro aus begleitenden Benefizveranstaltungen für soziale Zwecke einbrachte, wurde dieses Engagement nun mit dem Ehrenbrief der Stadt gewürdigt. Die Verleihung fand im frisch renovierten Saal der Beletage im Palais Walderdorff statt.
Viel Überzeugungskraft und Durchhaltevermögen habe es gebraucht, um die Rennsportveranstaltungen zu organisieren, meinte Oberbürgermeister Wolfram Leibe in seiner Laudatio. Denn zahlreiche Widerstände und Hürden galt es immer wieder zu überwinden. "Ich weiß, wie überzeugend Sie sein können", erinnerte sich Leibe an mehrere eigene Gespräche mit Kronenburg in den vergangenen zehn Jahren. Auch in den Verbänden deutschland- und europaweit habe sich der Motosportfan für den Standort Trier eingebracht. Ebenso ehrenamtlich geplant und durchgeführt wurden zahlreiche Benefizveranstaltungen: Die Prominentenrennen brachten im Laufe der Jahre 60 000 Euro, die Bergläufe 40 000 Euro an Spenden für verschiedene karitative Zwecke ein. "Sie und ihre Mitstreiter im Ehrenamt haben sich in besonderer Weise ums Gemeinwohl verdient gemacht", lobte der Oberbürgermeister.
Neben dem Dokument des Ehrenbriefs wurde Kronenburg die Nachbildung einer römischen Amphore überreicht, die bei Ausgrabungen in Pallien gefunden worden war. "Ich bin gleichwohl stolz und überrascht über eine solche Anerkennung, die für das Ehrenamt auch von größeren Verbänden immer wieder vergessen wird", freute sich der Geehrte. Mit Verbänden, wie dem ADAC Deutschland, hatte es in jüngerer Vergangenheit Unfrieden gegeben. Beispielsweise erwähnte Kronenburg die aus seiner Sicht unrühmliche Art der Entscheidungsfindung, künftig Trier nicht mehr als Rallye-Standort einzuplanen. Für die ADAC-Rallye-Deutschland stehe seine Arbeitskraft daher nicht mehr zur Verfügung.
Sehr wohl wolle er sich aber weiterhin für seine Heimatstadt Trier engagieren. Diese sei nicht nur schön, sondern biete ein erhebliches Potenzial, großartige Dinge zu bewegen. "Trier ist stets der Motor, und ich übertrage als Getriebe die vorhandene Kraft", beschrieb er seine Rolle.
Das nächste Motorsport-Ereignis ist bereits terminiert: Beim Erlebnistag E-Mobilität am 23. September wird das Racing-Team-Trier verschiedene Elektroautos und Plug-In-Hybriden für Ausfahrten auf die Strecke schicken.

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