Seit zehn Jahren wird der Verkehr am Knotenpunkt Ehranger Brücke/B 53/Servaisstraße mit Kameras gesteuert.

Verkehr an der Ehranger Brücke : Weniger Unfälle durch sehende Ampeln

Seit zehn Jahren wird der Verkehr am Knotenpunkt Ehranger Brücke/B 53/Servaisstraße mit Kameras gesteuert. Die Technik habe sich bewährt, sagt der LBM. Das sehen nicht alle Autofahrer so.

Die „sehende Signalanlage” unterhalb der Ehranger Brücke ist noch immer einzigartig in der Region Trier. Als die Kamera-Ampeln vor zehn Jahren im Bereich B 53/B 52/Servaisstraße installiert wurden, musste der Landesbetrieb Mobilität (LBM) noch nachjustieren (der TV berichtete). Jetzt ziehen die Straßenplaner ein positives Fazit: „Die Unfallhäufigkeit an den drei Knoten ist deutlich zurückgegangen”, sagt Klaus Wagner, Leiter der Fachgruppe Betrieb beim LBM.

Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung laufe die Anlage häufig an ihrer Belastungsgrenze, sagt Wagner. Der Verkehr werde mittels Schleifen und Kameras ständig überwacht. Dennoch kommt es fast täglich zu Staus auf der B 53, vor allem im Berufsverkehr. Ist die Technik also doch nicht optimal? Man müsse immer das Gesamt­system der Verkehrssicherheit im Auge behalten, sagt Ampelfachmann Wagner. Man könne nicht einfach an einem Ast die Grünphase verlängern, ohne dass dies gleichzeitig erhebliche Nachteile auf anderen Ästen mit sich bringe.

Die oberste Priorität an den drei unmittelbar aufeinander folgenden Kreuzungspunkten liege darin, die Zufahrten von der B 52 (Ehranger Brücke) zu räumen, damit es nicht zu Rückstaus in schnell befahrene Bereiche komme, so Wagner. Dies wirke sich zwar negativ auf den Verkehrsfluss auf der B 53 aus, sei aber aus Gründen der Verkehrssicherheit unvermeidbar.

In der Tat ist es häufig so, dass Autofahrer, die bei Gelb – und sicherlich manchmal bei Rot – von der Brücke nach links Richtung Hafen abbiegen, mitten auf der Kreuzung stecken bleiben, weil der Verkehr erst allmählich durch die Grünphase an der Kreuzung Servaisstraße auf der B 53 ins Rollen kommt.

Das mindert den Durchfluss und sorgt für Ärger bei den Verkehrsteilnehmern, die geradeaus wollen.

Laut Straßenverkehrsordnung gelte das Anhaltegebot bei Gelb, wenn erkennbar sei, dass die Kreuzung nicht geräumt werden könne, sagt Wagner. Dieses Fehlverhalten der „Nachzügler” könne man zwar bei der Programmierung der Ampeln berücksichtigen, dies würde aber die unproduktiven Zeiten der Anlage deutlich erhöhen und die Leistungsfähigkeit einschränken.

Die Signalsteuerung werde ständig überprüft und verbessert, sagt der LBM-Experte. Die Einbeziehung aller drei Knoten in ein Gesamtsystem habe sich bewährt.

Bei der Erneuerung der Anlage im Jahr 2009 war die Zufahrt Servaisstraße in die Ampelregelung einbezogen worden. Das hatte zur Folge, dass der grüne Pfeil in der Servaisstraße aufgegeben wurde.

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