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Seltene Tiere im Industriegebiet

Seltene Tiere im Industriegebiet

TRIER-EHRANG. Esel sind in Deutschland selten geworden. Doch eine engagierte Züchterin hält in der Industriezone in Trier-Ehrang mehrere dieser Tiere.

Esel haben laut einem gängigen Vorurteil in der heutigen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft nur noch wenig zu suchen. Meist denkt man an Mittelmeerländer, Südamerika, Afrika oder amerikanische Westernfilme, wenn von diesen Tieren die Rede ist. Umso erstaunlicher, dass auf einem Firmen-Gelände in Trier-Ehrang Esel weiden. Sie gehören Christina Kessler, die seit 2002 Esel hält. "Im Winter stelle ich sie auf dem Firmengelände unter. Normalerweise stehen sie - bis auf die Hengste - auf Weiden im Losheimer Raum", erzählt Christina Kessler. Im Winter sei es dort aber schwierig, die Tiere mit Wasser zu versorgen. Insgesamt gehören Christina Kessler sechs Stuten und zwei Hengste. Da Groß-Esel - als solche gelten Tiere mit einer Widerristhöhe von mindestens 1,31 Meter - in Deutschland selten sind, stammen die Tiere aus verschiedenen Ländern. Zuchthengst Gustav ist in Deutschland geboren, die anderen Esel kommen aus Frankreich, USA und anderen Ländern. Christina Kessler verkauft Jungesel aus ihrer Zucht an geeignete Halter. Ihre Tiere sind somit Grundlage eines heranwachsenden Eselbestands. Den Eseln wird das ganze Jahr über nicht langweilig. Sie nehmen gelegentlich an Schauen und anderen Veranstaltungen teil und sind hin und wieder beim Eseltrekking sowie mit einer Kutsche unterwegs. Nicht nur die Kunden und Mitarbeiter der Ehranger Firma haben die Esel in ihr Herz geschlossen. Christina Kessler hat deshalb unter der Adresse www.grossesel.de eine Vorstellung ihrer Esel ins Internet gestellt.