Seltener Genuss

TRIER. Ein buntes Potpourri aus Werken polnischer Komponisten präsentierten zwei Solistinnen aus Danzig. Bei den Gästen der "Deutsch-Polnischen Gesellschaft Trier" kam die Kammermusik aus Deutschlands zweitgrößtem Nachbarland gut an.

Polnische Musik bekommt man in unseren Breitengraden nur selten zu hören. Zu Unrecht, denn die polnischen Komponisten haben viel zu bieten. Die "Deutsch-Polnische Gesellschaft Trier" hat diese Lücke im kulturellen Angebot erkannt und organisierte kurzerhand ein Kammerkonzert mit ausschließlich polnischen klassischen Werken. Die beiden Solistinnen auf der Bühne haben eine weite Reise hinter sich. Aus Danzig angereist, boten die beiden Dozentinnen der dortigen Musikhochschule einen beeindruckenden Einblick in die Welt der polnischen Komponisten. Maria Suwara (Violine) und Malgorzata Sienkiewicz-Kosecka am Klavier präsentierten dem Publikum in der Aula des Auguste-Viktoria Gymnasiums ein Potpourri berühmter polnischer Werke. Ausgewählt hatten sie Musik der Komponisten Karol Szymanovski, Henryk Wieniawski und Witold Lutoslawski. Für die "Deutsch-Polnische Gesellschaft Trier" ist das Konzert ein besonderer Gewinn. Mehrmals im Jahr veranstaltet der Verein kulturelle Angebote. Ausstellungen polnischer Künstler stehen dabei ebenso auf dem Programm wie Vorträge über die deutsch-polnische Politik. "Wir sind nicht mit einer speziellen Stadt verbunden," erklärte Andreas Krüger, Schatzmeister des Vereins. Vielmehr richtet sich das Engagement des Vereins auf Polen im Allgemeinen. Die polnische Kultur den eigenen Mitbürgern näher zu bringen, hat sich die Gesellschaft zur Aufgabe gemacht. Seit der Gründung 1998 zählt der Verein mittlerweile über 100 Mitglieder. Bei der Auswahl der Werke für das Konzert ließ der Verein den beiden Solistinnen vollkommen freie Hand. Die Zusammenstellung der Stücke war geprägt durch Abwechslungsreichtum. Neben harmonischen Stücken beeindruckte das ekstatisch wirkende Werk "Subito" von Witold Lutowslawski. Beim Publikum hinterließ die polnische Kammermusik einen bleibenden Eindruck. "Es ist wirklich hervorragend. Ich bin zwar kein echter Musik-Kenner, doch die Musik ist wirklich atemberaubend," sagte Hubert Schnabel begeistert.

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