Stadtgeschehen: Seniorenbeirat will Konzept „Nette-Toilette“ einführen

Stadtgeschehen : Seniorenbeirat will Konzept „Nette-Toilette“ einführen

Der Trierer Seniorenbeirat hat sich in seiner August-Sitzung für eine „nachhaltige Verbesserung“ bei den öffentlichen Toiletten im Stadtgebiet ausgesprochen.

Dabei geht es nicht nur um die Zahl, sondern auch um die Sauberkeit und die Erreichbarkeit der Anlagen. Einer der Senioren erläuterte das Konzept der „Netten Toilette“, das schon in 270 deutschen Städten und Gemeinden erfolgreich läuft (der TV berichtete am 15.6.2018). Dabei erhält unter anderem jeder Gastronom, dessen Toilette gratis genutzt werden kann, einen Aufkleber, der außen am Restaurant oder dem Café angebracht werden kann. Zudem wird durch Piktogramme angezeigt, ob ein Wickeltisch vorhanden ist und die Toiletten behindertengerecht sind. Ein weiteres Element ist ein Stadtplan, auf dem die „Netten Toiletten“ auf einen Blick zu finden sind. Die Kampagne war entstanden, weil es in vielen Städten noch viel zu wenige öffentliche Toiletten gibt und deren Unterhaltung relativ teuer ist.

Der Beirat unterstützt die weitere Vorgehensweise des von der Stadt eingerichteten Arbeitskreises „Öffentliche Toiletten“ unter Leitung von Baudezernent Andreas Ludwig. Dort wurde unter anderem angeregt, das Konzept der „Netten Toilette“ für Trier zu prüfen und als vorrangige WC-Standorte in der Innenstadt zuerst den Bereich Rindertanz- und Christophstraße in der Nähe der Porta Nigra und dann den Hauptmarkt genauer unter die Lupe zu nehmen.

Zudem soll untersucht werden, ob in städtischen Gebäuden barrierefreie Toiletten vorhanden sind und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können. Außerdem wird angeregt, dass die City-Initiative die Geschäfte und die Gastronomie nach ihrer Mitwirkungsbereitschaft befragt. Zudem sollen die Stadtwerke und das Rathaus die Beschilderung vorhandener Toiletten überprüfen. Im Herbst soll nach dem Wunsch des Beirats ein weiteres Treffen stattfinden.

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