Sicher durch die dunkle Jahreszeit

Trier · 5202 Wildunfälle im Bereich des Polizeipräsidiums Trier vom 1. Januar bis zum 3. Dezember 2013: Diese Zahl nimmt die Polizei zum Anlass, erneut auf die Gefahren beim Wildwechsel auf den Straßen der Region hinzuweisen.

Trier. Trotz der leicht rückläufigen Zahl der Wildunfälle im Vergleich zum Jahr 2012 im gleichen Zeitraum (5651) stellen sie immer noch mehr als ein Fünftel der Gesamtunfälle dar. Am unfallträchtigsten sind - häufig wegen schlechter Sichtverhältnisse und langer beziehungsweise früher Dunkelheit in den Morgen- und Abendstunden - in der Regel die Wintermonate.
Zur Vermeidung von Wildunfällen gibt die Polizei folgende Hinweise:
Gerade in den frühen Morgenstunden und abends sind die Tiere in den Wäldern besonders aktiv. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte gerade auf Landstraßen vorausschauend fahren.
Wildunfälle sind zwar nicht immer vermeidbar; das Risiko wird aber minimiert, wenn man in wildreichen Gebieten genügend Abstand zum Vordermann hält, da es passieren kann, dass dieser wegen Wild auf der Fahrbahn plötzlich abbremsen muss. Wildwechselschilder sollten unbedingt beachtet werden.
Die Fahrbahnränder sollte man stets im Auge behalten. Da Tiere oft in Rudeln auftreten, muss man mit mehreren rechnen, die die Straße auf kürzestem Weg überqueren. Sobald man Wild auf oder neben der Fahrbahn wahrnimmt, sollte man die Geschwindigkeit reduzieren und abblenden. Keinesfalls sollte man waghalsige Ausweichmanöver unternehmen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.
Lässt sich eine Kollision nicht vermeiden, sollte man die Lenkung festhalten und versuchen, dem Verlauf der Straße zu folgen. Eine Vollbremsung nur dann durchführen, wenn kein Fahrzeug nachfolgt.
Kommt es doch zu einem Zusammenstoß, sofort anhalten, die Unfallstelle sichern und die Polizei, wenn erforderlich auch die Rettungsdienste, verständigen. Sofern es möglich ist, sollte man ein totes Tier von der Fahrbahn entfernen. Wegen der Tollwutgefahr ein Tier aber nicht mit bloßen Händen anfassen. red

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