Sicher mit dem Rad nach Tarforst

Sicher mit dem Rad nach Tarforst

Radfahren in Tarforst macht wenig Probleme. Radfahren nach Tarforst schon. Das war Tenor einer Debatte im Ortsbeirat, bei der das städtische Radverkehrskonzept 2025 diskutiert wurde. Der Rat wünscht sich Verbesserungen.

Trier-Tarforst. Zum Radverkehrskonzept 2025 für den Höhenstadtteil Tarforst erhebt der Ortsbeirat die Forderung, die Radwege Kleeburger Weg und Gustav-Heinemann-Straße wie auch die Verbindungswege zur Uni zu beleuchten. Dies sei für die Sicherheit der Benutzer in der Dunkelheit unumgänglich, erklärte der Ortsbeirat in seiner Sitzung im Funktionsgebäude am Kunstrasenplatz.
Auf der Tarforster Höhe gebe es keine Probleme mit dem Radfahren. Im "Binnenverkehr" - etwa zwischen Tarforst und der Universität könne man sich gut radelnd fortbewegen, sagen die Ortsbeiratsmitglieder. Anders sei dies auf dem Weg von der Stadt nach Tarforst wegen des großen Höhenunterschiedes. Problemzonen seien die Kohlenstraße und die Gustav-Heinemann-Straße. Auch durch das Aveler Tal sei es mühselig, Tarforst auf bequeme Weise mit dem Rad zu erreichen.
Entlang der vielbefahrenen Kohlenstraße wie auch der Gustav-Heinemann-Straße sollte die Anbringung von Schutzstreifen zwischen Radweg und Hauptstraße in Erwägung gezogen werden. Folglich bewertet der Rat die städtischen Vorgaben einstimmig positiv.
Im Rahmen der Mittel aus dem Ortsbeiratsbudget wurde ebenfalls einstimmig beschlossen, das etwa 20 Jahre alte Ortseingangsschild in der Tarforster Straße (Hauptzufahrt) von Grund auf zu restaurieren, da starke Witterungseinflüsse an dem Holz festzustellen seien. Dadurch könne der von Alt-Ortsvorsteher Marcellus Gehlen einst in Auftrag gegebene Willkommensgruß erhalten werden.
Ausgiebig diskutiert wurde über die Kindertagesstätte Trimmelter Hof, in der nach städtischen Vorstellungen Lüftungs- und Klimageräte aufgestellt werden sollen, um die Raumsituation zu verbessern. Geplante Gesamtkosten 64 000 Euro. Hier warnte der Ortsbeirat vor einem Schnellschuss, auch wenn keine eigenen Haushaltsmittel dafür aufgewendet werden sollen. Womöglich gebe es kostengünstigere Möglichkeiten, um den gleichen Effekt zu erzielen, etwa durch sinnvolles Lüften, Anbringen von Jalousien, Aufkleben von Folien. Wolfgang Schaab (FDP) gab zu bedenken, dass Klimageräte sich auch nachteilig auf die Gesundheit von Kindern auswirken könnten. Im Übrigen seien Gesamtkosten von 64 000 Euro nicht gerade niedrig. Bei den hohen Investitionen für die Kita in den vergangenen Jahren sei eine "Wärmedämmung" noch nie ein Thema gewesen. Mit neun Neinstimmen (zwei Enthaltungen) sprach sich der Rat gegen das Vorhaben aus. LH

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