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Sie eint die Freude am Musizieren

Sie eint die Freude am Musizieren

Die Big Band Art of Music spielt vor 500 Zuhörern im ausverkauften Bürgersaal in Schweich. "It’s Showtime" ist das Motto des Abends, der noch vor der Pause einen besonderen Gänsehautmoment beschert.

Schweich "You are so Beautiful", "Verloren in mir", "Son of a Preacher Man" oder "In the Ghetto" - bunt und facettenreich präsentiert sich die Big Band Art of Music dem gespannten Publikum. Mit dem Jazzklassiker "Manhã de Carnaval" und Markus Stoll an der Trompete starten die Musiker in den Konzertabend, der vom TV präsentiert wird.
Bandleader Christian Botzet bezeichnet die Programmauswahl in seiner Moderation als kontrastdynamisch. Ruhige Balladen sind ebenso zu hören wie Swingklassiker, Musicaltitel und bekannte Popsongs. Dabei gelingt es Band und Solisten, Melodien, die jedem bekannt sind, zugleich bewegend und mit eigener Note modern zu interpretieren.
Eine Stärke des Programms sind die Duette, die vom Publikum mit kräftigem Applaus belohnt werden: Kerstin Bauer mit Shirley Winter in "Make no Mistake he's mine", mit Daniel Bukowski in "Beauty and the Beast" oder "Something Stupid" von Katharina Scherer und Christian Schmitt.
Für einen besonderen Gänsehautmoment vor der Pause sorgt auch die Interpretation von "I'll be there". Gerade die kontrastreichen Klangfarben der Stimmen von Kerstin Bauer und Steff Becker verleihen dem Titel einen einzigartigen Charme.
Bauer ist in diesem Jahr zum ersten Mal als Gastsolistin bei der Art of Music dabei. "Eine Big Band ist vom Klangerlebnis sehr vielfältig", sagt Bauer, die klassisch ausgebildete Opernsängerin ist. Es sei spannend, gemeinsam mit der Band eigene Varianten der Songs entwickeln zu können, die so nicht im Original zu hören seien.
Die Kombination aus Stammsängern und wechselnden Gastsolisten ist ein Kennzeichen der Band. "Als Musiker geben wir natürlich auf allen Ebenen unser Bestes", sagt Saxofonistin Eva Wollscheid, "die Zusammenarbeit mit Profis bringt dann zusätzlich neue Impulse für das ganze Programm."
Sängerin Shirley Winter ist seit Jahren als Solistin fest eingeplant. Der Titel "I am what I am" scheint ihr wie auf den Leib geschnitten - intensiv, emotional und einhundert Prozent authentisch hat sie mit ihrer Ausstrahlung und Präsenz Bühne und Publikum gleichermaßen fest im Griff.
Für die Titel "Über sieben Brücken musst du gehen" und "Thank you for the Music" kommen schließlich alle Künstler auf der Bühne zusammen. So unterschiedlich die Stimmen, Interpretationen und Stile jeweils sind, das Publikum hört, dass Band und Solisten in erster Linie Spaß am gemeinsamen Musizieren haben.