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Sie gestalten die Zukunft von Pfalzel

Sie gestalten die Zukunft von Pfalzel

Eine Frau an der Spitze und Diskussionstoff in der ersten Sitzung: Margret Pfeiffer-Erdel (FWG) führt den Ortsbeirat in Pfalzel an. Zu ihrem Stellvertreter wurde Dietmar Mattes (SPD) gewählt.

Trier-Pfalzel. Die Tische des Sitzungssaals im Amtshaus waren ausnahmsweise mal mit Blumen dekoriert. Anlass war die konstituierende Sitzung des Ortsbeirats in Pfalzel gewesen. Die Beigeordnete Simone Kaes-Torchiani war gekommen, um die neue Ortsvorsteherin Margret Pfeiffer-Erdel (FWG) offiziell zu ernennen und zu vereidigen. Anschließend wurden die sechs Neuzugänge im Ortsbeirat verpflichtet: Andreas Etteldorf (CDU), Wolfgang Sevenich (CDU), Dietmar Mattes (SPD), Monika Patzak (FWG) und Jörg Seibert (FWG) werden in den kommenden fünf Jahren die Politik in Pfalzel mitgestalten. Unter den neuen Ortsbeiratsmitgliedern ist auch der ehemalige Ortsvorsteher Werner Pfeiffer (FWG).Abschied und Dank


Dietmar Mattes wurde zum stellvertretenden Ortsvorsteher gewählt. Auch er erhielt seine Ernennungsurkunde von Simone Kaes-Torchiani und wurde von ihr vereidigt. In der kommenden Amtszeit ist ihm besonders wichtig, dass Grundschule und Kita in Pfalzel erhalten bleiben, das Pfarrheim einen barrierefreien Zugang erhält und das Amtshaus renoviert wird, damit es weiter von den Vereinen genutzt werden kann.
Bernd Denker (SPD), der insgesamt über 20 Jahre im Ortsbeirat tätig war, sowie Norbert Heinen und Irmina Schuler (beide FWG), die fünf Jahre dabei waren, wurden mit einem Weinpräsent von der neuen Ortsvorsteherin verabschiedet. Sie bedankte sich nicht nur bei den ausgeschiedenen Mitgliedern für das Engagement, sondern auch bei deren Familienangehörigen, die so oft abends auf sie verzichten mussten.
Nach diesem offiziellen Teil stieg der Ortsbeirat in Pfalzel direkt in die politische Diskussion ein: Der Antrag der Pfarrgemeinde, das Pfarrhaus mit 2 500 Euro aus dem Ortsteilbudget zu renovieren, wurde erneut vorgelegt. Die Abstimmung darüber war in der vergangenen Sitzung verschoben worden (der TV berichtete). Dietmar Mattes gab zu bedenken, dass Aufwand und Ertrag bei der Investition in keinem Verhältnis zueinander stünden. Der Zuschuss sei zu hoch, da der renovierte Raum nur von 25 Leuten genutzt werden könne. Sarah Lorenz (FWG) hielt dagegen: Man solle nicht nur diesen einzigen Raum sehen, sondern das Pfarrheim als Ganzes, das wichtig für die Dorfgemeinschaft sei. Die nötigen Investitionen seien zum Erhalt des Pfarrheimes gerechtfertigt. Letztlich wurde der Antrag, trotz der vier Zustimmungen, abgelehnt.Unklarheit beim Amtshaus


Auch das Amtshaus (der TV berichtete) war wieder Thema im Ortsbeirat. Margret Pfeiffer-Erdel informierte auf Nachfrage von Andreas Schleimer (SPD) den Ortsbeirat darüber, dass die Stadt noch immer keine Entscheidung über dessen Renovierung getroffen habe. Vor den Sommerferien sei damit nicht zu rechnen.
Außerdem gab die Ortsvorsteherin die neuesten Infos über die Geruchsbelästigung in Pfalzel weiter. Ihr gegenüber habe Willi Streit, Mitglied der Geschäftsführung der Firma Eu-Rec, zugegeben, dass es durch eine Havarie mit Abwasser zu Geruchsbelästigung gekommen sei. Er habe zur Beseitigung eine große Geldinvestition getätigt. Auf Nachfrage von Margret Pfeiffer-Erdel hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord mitgeteilt, dass die Anlage der Firma überprüft werde.