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TRIER. (kpj) Das Adventskonzert des Heeresmusikkorps 300 in der Basilika kann man schon als Tradition bezeichnen. Bei der vierten Auflage des Benefizkonzertes überraschten die Musiker auch mit ihren gesanglichen Fähigkeiten.

Zum vierten Mal hatten das Verteidigungsbezirkskommando 42 und die Militärseelsorge zum Benefizkonzert mit dem Heeresmusikkorps 300 in die Basilika eingeladen. Zum vierten Mal präsentierten sich die Militärmusiker nicht als Marschmusikkapelle, sondern mit besinnlicher vorweihnachtlicher Musik. "Militärmusik von einer ganz anderen Seite", umschrieb Dirigent Major Burkhard Zenglein sein Programm. Und so stimmte er denn auch gleich das Publikum mit dem Chor "Canzon duodesimi toni" von Giovanni Gabrieli mit Trompeten, Tuben, Hörnern und Posaunen auf einen besinnlichen Advent ein. Leider fielen die Erklärungen des Dirigenten zu den einzelnen Werken größtenteils den technischen Unzulänglichkeiten seines Mikrofons zum Opfer. Umso mehr konnten die Zuhörer in den nicht ganz besetzten Stuhlreihen die weihnachtlichen Weisen von Johann Sebastian Bach, Maurice Ravel, Robert Finn, Ferrer Ferran, Claude Debussy und Jan van der Roost genießen. Bevor das Publikum zu den Klängen des Musikkorps traditionell das Adventslied "Macht hoch die Tür" anstimmte, hatten Dirigent und Musiker noch eine Überraschung parat. Schon als Major Zenglein den Taktstock zum letzten Stück anhob, stutzte mancher Besucher, denn keiner der Musiker machte Anstalten, sein Instrument anzusetzen. Der Grund dafür wurde sogleich klar. Denn anstatt ihre Instrumente anzustimmen, ließen die Musiker ihre Stimme erklingen und sangen das Weihnachtslied "Es ist ein Ros entsprungen" in einen mehrstimmigen Chor. So gab es bei der vierten Auflage des Benefizkonzertes eine mit viel Beifall bedachte Premiere als "Heeresmusikchor 300". Das vierte Adventskonzert in der Basilika war zugleich das letzte des Führers des Verteidigungsbezirkskommandos. Oberst Claus Rosenbauer wird im Januar als Chef des Landeskommandos nach Mainz gehen. er zeigte sich zuversichtlich, dass sein Nachfolger die noch junge Tradition fortführen werde.