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Sie singen sich in die Herzen

Sie singen sich in die Herzen

Einen besonderen musikalischen Hörgenuss präsentierte am Wochenende die Spielgemeinschaft Ruwertal: Sie hatte die bekannten Mainzer Hofsänger nach Kasel eingeladen. Über 300 Zuhörer feierten den prominenten Chor aus der Landehauptstadt.

Kasel. (dis) Die Mainzer Hofsänger sind bekannt durch Funk und Fernsehen. Allerdings werden sie in der Regel nur mit dem Karneval und der weithin bekannten Fernseh-Fastnacht "Mainz bleibt Mainz" oder "Mainz wie es singt und lacht" in Verbindung gebracht.

Schwarzes Jackett statt buntem Harlekinkostüm



In der Pfarrkirche St. Nikolaus in Kasel bewiesen die 14 "musikalischen Botschafter der Landeshauptstadt", dass sie eine weitaus größere musikalische Bandbreite beherrschen.

Zum Konzert in der Kirche erschienen die Sänger natürlich nicht in den von ihren Karnevalsauftritten bekannten Harlekinkostümen, sondern in eleganten schwarzen Jacketts mit roter Fliege. Was dann folgte, war Chormusik auf höchstem Niveau - ein perfektes Konzert, das bei musikalisch einfühlsamen Zuhörern den bekannten "Gänsehauteffekt" hervorrief.

Den Männern macht das Singen unter der Leitung von Michael Christ und begleitet von Andreas Leuck am Klavier sichtlich Spaß.

Rund zwei Stunden lang präsentierten sich die Akteure als perfekter Konzertchor mit einem abwechslungsreichen Repertoire aus populären Werken, Spirituals und kirchlichen Liedern.

Stimmgewaltig und mit voller Inbrunst, später in einem stimmungsvollen Piano, brachten sie rund 25 Werke zu Gehör. Dabei blieben die bekannten Stücke wie "So ein Tag..." oder das bekannte karnevalistische "Sassa" in der Schublade.

Stattdessen standen die Lieder "Das Morgenrot", "Die Himmel rühmen", das "Agnus Dei" im ersten Konzertteil auf dem Programm. Schon zur Pause dankten die Zuhörer den Sängern mit stehenden Ovationen. Im zweiten Teil dominierten die Spirituals. Dabei kamen unter anderem die Lieder "Amen" und "Oh happy day" zu Gehör.

Die Mainzer Hofsänger sind mit Unterstützung der Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz seit fast drei Jahren in vielen Städten und Gemeinden des gesamten Landes als "singende Botschafter vom Rhein" unterwegs. Und dabei und verstehen sie ihr Publikum mitzureißen. Zudem steht bei allen Auftritten "der gute Zweck" im Vordergrund.

Ein Gewinn auch für die Sportjugend



Nach dem jüngsten Konzert im Ruwertal können sich die Jugendlichen der Sportgemeinschaft Ruwertal (SGR) auf den Erlös freuen. Alle Einnahmen aus der Veranstaltung kommen in vollem Umfang der Jugendarbeit zugute. Durch die Eintrittsgelder und Spenden waren dies rund 6000 Euro.

Mit dem besonderen Benefizkonzert traf einmal mehr das SGR-Motto "Fußball ist mehr als ein 1:0" zu. Den Verantwortlichen des Vereins ist es gelungen, ihr Engagement für die interne Jugendarbeit mit höchstem Kunstgenuss für Außenstehende zu verbinden.