Sie wollen doch nur spielen: 17-Jähriger organisiert selbstständig erstes großes E-Sport-Turnier in Trier

Sie wollen doch nur spielen: 17-Jähriger organisiert selbstständig erstes großes E-Sport-Turnier in Trier

62 Spieler haben beim E-Sport-Turnier in den Räumen der Netzwerkstatt am Wochenende gezockt, was das Zeug hält. Organisiert wurde das Event von dem 17-Jährigen Pascal Schmitz aus Trier. Es soll nicht das letzte bleiben.

Trier. Das Videospiel "Super Smash Bros" mit dem alt bekannten "Super Mario" und vielen anderen Nintendo-Figuren hat viele Fans - darunter auch Pascal Schmitz (17). Im Januar organisierte er bereits das erste E-Sport-Turnier und lockte 20 Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz nach Trier. Beim E-Sport messen sich Menschen mit Hilfe von Computerspielen. Nachdem die IT-Firma Netzwerkstatt dem Schüler Anfang des Jahres die Örtlichkeit gestellt hatte, klappte die Kooperation auch dieses Mal.
Forum verbindet Spieler


Über das Forum "SmashLabs" im Internet können sich Spieler aus ganz Deutschland austauschen. Pascal Schmitz ist seit einem Dreivierteljahr Mitglied der Community und hat schon einige E-Sport-Turniere in Deutschland besucht, bis er die Idee hatte, selbst eins zu organisieren. "Leider gibt es in der Community kaum Leute aus Trier und Umgebung. Deshalb wollte ich die Off line-Präsenz für das Spiel in unserer Region stärken", erklärt der Schüler.
Um die Anmeldung, Veranstaltungsort- und Sponsoren-Suche hat sich Pascal selbstständig gekümmert, vor Ort halfen ihm seine Freunde Leon Brunner (18) und Vanessa Scherf (18). Bei der Siegerehrung gab es für die drei besten Spieler Pokale sowie Wii-Spiele und Fan-Artikel, die von Nintendo gesponsert wurden. Auch das Computerspiele-Geschäft Gamenetics und die Pizza-Kette Joeys halfen als Sponsoren aus.

Die Teilnehmer im Alter von 15 bis 25 Jahren reisten aus verschiedensten Teilen Deutschlands an, darunter auch Bayern und Nordrhein-Westfalen. 40 bis 50 der Besucher übernachteten gemeinsam während der Veranstaltung in der Netzwerkstatt Trier, wie es bei solchen Turnieren üblich ist. Ufuk Fidan (22) aus Pforzheim zählt zu den Top-Spielern Deutschlands und hat auch schon an Turnieren in Amerika und Japan teilgenommen. "Das ist das erste Mal, dass es in Trier ein Event dieser Art gibt. Mir gefällt es hier, die Atmosphäre ist sehr familiär und gemütlich", erklärt der 22-Jährige.

Auch Marcel Romagnuolo (24) ist aus Darmstadt angereist. "Solche Turniere sind immer eine gute Gelegenheit, Freunde zu treffen und sich auszutauschen", erklärt der Student. Jesus Benitez (23) kommt aus New Yersey und ist vor zwei Wochen nach Deutschland gezogen. Das Turnier in Trier ist das erste, das der Amerikaner in Europa besucht. Auch ihm gefalle die freundliche Atmosphäre unter den Spielern.Gemeinsames Hobby teilen


Leon Brunner (18), selbst Teilnehmer und Helfer, ist das erste Mal auf einem E-Sport-Turnier. "Es ist toll, so viele Leute aus verschiedenen Städten zu sehen, die hier zusammenarbeiten und ein gemeinsames Hobby teilen. Man kann sich auf alle verlassen, das ist wirklich beeindruckend", sagt der 18-Jährige.

Pascal Schmitz hofft, dass er mit dem Turnier die Spieler-Szene in Trier gestärkt hat. "Natürlich würde ich das Turnier gerne noch einmal organisieren, aber dann mit einem größeren Team. Es war viel Arbeit, aber ich bin auch stolz, dass alles so gut geklappt hat", sagt der 17-Jährige. "Ein Wunschtraum wäre, einmal ein Turnier in der Trierer Arena zu veranstalten", erzählt der Schüler. Doch zuerst will sich Pascal auf sein Abitur konzentrieren. Nach seinem Abschluss hat er vor, Japanologie und Geschichte in Trier studieren.

Mehr von Volksfreund