Sieben neue Räder am Fuß des Hochwalds

Franzenheim · 25 Millionen Euro soll ein Windpark bei Franzenheim kosten. Die Stadtwerke Trier und die Neven Windenergie GmbH wollen unweit der Bundesstraße bis zu sieben Windräder bauen. Obwohl es bisher keine planerische Grundlage gibt, soll der Windpark im kommenden Jahr fertiggestellt werden.

Franzenheim. Noch in diesem Jahr sollen die Bagger rollen, um mit vorbereitenden Arbeiten für den Bau eines Windparks bei Franzenheim zu beginnen. 2015 soll Strom produziert werden. Das jedenfalls ist Ziel von Uwe Seher. Er ist Geschäftsführer der Neven Windenergie GmbH, die mit den Stadtwerken Trier (SWT) gemeinsame Sache macht. Bis zu sieben Windräder sollen auf einer Fläche unweit der B 268 entstehen.
Genehmigt ist die Anlage noch lange nicht. Denn erst muss wie in allen Verbandsgemeinden der Region der Flächennutzungsplan fortgeschrieben werden. In dem Plan wird dann stehen, wo sich Windräder drehen dürfen und wo nicht. Gemeinsam mit Rudolf Schöller, Bereichsleiter Erneuerbare Energien der SWT, und SWT-Projektmanagerin Daniela Dietz hofft der seit Jahren in Sachen Windenergie aktive Seher, dass bis Ende des Jahres der Verbandsgemeinderat Trier-Land einen Plan verabschiedet hat.
Doch die rechtliche Möglichkeit, irgendwo ein Windrad aufzustellen, ist nur die halbe Miete. Der teils heftige Protest gegen Windräder oder Biogasanlagen zeigt, dass Akzeptanz nicht verordnet werden kann. "Ohne die haben wir jedoch keine Chance", sagt Seher. Er berichtet von frühzeitiger Information des Franzenheimer Gemeinderats und guten Gesprächen mit den Landbesitzern.
Das gute Miteinander bestätigt Ortsbürgermeister Hans Jäckels. "Wir sind bisher sehr zufrieden", lautet sein Urteil. Er erhofft sich für seine Gemeinde auch Einnahmen, deren Höhe derzeit noch nicht feststehen. Als Indiz für eine positive Resonanz wertet Jäckels zudem, dass 46 Landbesitzer mit der Aufstellung von Windrädern einverstanden sein. Laut Ortsbürgermeister erstrecke sich das Windkraftgebiet auf eine Fläche von 120 Hektar.
Wo genau die bis zu sieben 199 Meter hohen Windräder mit Leistungen von bis zu 2,5 Megawatt pro Anlage stehen werden, können die Macher des Parks noch nicht sagen. Das hängt unter anderem davon ab, wie am besten Konflikte mit dem Naturschutz vermieden werden können. Was auf der Fläche zwischen Franzenheim und Konz-Obermennig alles kreucht und fleucht, steht nach entsprechenden Voruntersuchungen nämlich bereits fest.
Über den Daumen gepeilt steht auch schon fest, welche Summe in den Windpark investiert werden soll. Rudolf Schöller rechnet mit rund 25 Millionen Euro Gesamtkosten. Investieren in das Projekt sollen nach Willen der Windpark-Macher vor allem auch Menschen aus der Region. "Wir würden uns freuen, wenn sich die Ortsgemeinde Franzenheim, die Gehöferschaft und auch Privatleute beteiligen", sagt Uwe Seher.
Dass für eine Beteiligung keine Millionenbeiträge notwendig sind, betont SWT-Mann Schöller. Mit 500 Euro sei man beispielsweise bei der Energiegenossenschaft Treneg dabei, die sich an Projekten zur Erzeugung regenerativer Energie im Raum Trier beteiligt.

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