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Silberbarren, viele Münzen und ein Blick ins Allerheiligste

Silberbarren, viele Münzen und ein Blick ins Allerheiligste

Geld zählen, in den Tresorraum und ins Innere eines Geldautomaten blicken: Dies alles haben die Viertklässler der Grundschule Leiwen bei ihrer Besichtigung in der Raiffeisenbank erlebt.

Leiwen. "So viel Geld!" Als die Leiwener Viertklässler das in Plastik eingeschweißte Geldbündel mit 100-Euro-Scheinen in Händen hielten, waren sie überrascht, wie viel das war. Bei ihrer Besichtigung in der Raiffeisenbank Mehring-Leiwen am Freitag kurz vorm Ferienstart durften die Schüler der Klassen 4a und 4b unter anderem in das Allerheiligste der Bank, den Tresorraum.
Nachdem sie gespürt hatten, wie schwer so eine Tresortür ist, verschaffte ihnen Bankmitarbeiter Karl-Heinz Bungert auch noch einen Einblick in die Bankschließfächer und den Tresor selber. Die Schüler sahen nicht nur viel Geld, sondern durften sich auch die eingelagerten Silberbarren anschauen. "Wir als Bank wissen nicht, was unsere Kunden in ihren Schließfächern haben, und wollen es auch nicht wissen", sagte Bungert.
Schon traditionell lädt die Genossenschaftsbank, die auch Partner der TV-Schulprojekte KLASSE! und Mini-KLASSE! ist, Grundschüler aus ihrem Geschäftsgebiet zu Führungen ein. Nachdem am Donnerstag die Mehringer Viertklässler "ihre" Filiale besichtigt hatten, waren am Freitag die Leiwener an der Reihe. Gemeinsam mit Bungert führte Sarah Keilen die zwei Klassen durch die Bank. Dabei durften die Viertklässler neben dem Tresor auch an viele Orte, an die normale Bankkunden nicht hinkommen, zum Beispiel, das Innenleben eines Geldautomaten besichtigen. "Den füllen wir immer selber auf, das geht nicht automatisch", erklärte Keilen den Kindern, die in diesem Schuljahr auch am TV-Mini-KLASSE!-Projekt teilnehmen werden.
Anhand der neuen Zehn-Euro-Scheine wurden den Grundschülern auch die Sicherheitsmerkmale von Banknoten erläutert - und sie sahen, dass man Scheine nicht mit dem Farbkopierer "vermehren" kann. "Was ist denn, wenn ein Geldschein kaputt ist, bekomme ich dann einen neuen?", lautete eine Schülerfrage. Ja, wenn man mehr als die Hälfte des Scheines hat, bekommt man ihn ersetzt, lautete die Antwort.
Und die Schüler erfuhren auch, dass es im November einen neuen 20-Euro-Schein geben wird.
Schließlich durften die Kinder erst Geld zählen - und merkten, dass eine Zählmaschine das viel schneller kann - und dann schätzen, wie viel Münzgeld in einer großen Glasschüssel war. Len-nart hatte am besten getippt, und erhielt als Preis ein Spiel.
Zum Abschluss übernahmen die Grundschüler dann zumindest für einige Minuten die Kontrolle über die Bank, denn für Erinnerungsfotos durften sie alle einmal auf dem Chefsessel von Bankvorstand Michael Müller Platz nehmen. BP