Singen für den Frieden

Beim siebten Deutschen Chorfestival des Chorverbandes "Pueri Cantores" geben Chöre aus ganz Deutschland mehr als 50 Konzerte. Noch bis Sonntag bevölkern die jungen Sänger die Stadt. Ziel des Festivals in Trier ist es, die Botschaft des Friedens in die Welt zu tragen.

Trier. Vor der Jesuitenkirche ruhen sich Chöre vor oder nach ihrem Auftritt aus. "Ist schön hier, nur zu warm", stöhnen einige Schüler. "Wir kommen aus einer Gegend mit wenigen Katholiken. Es ist ein besonderes Erlebnis für die Kinder so viele Gleichgesinnte zu treffen", sagt Gabriele Schröer, Chorleiterin des Kinderchores St. Johannes Baptist Jena. "Und es ist toll, so auch eine andere Stadt kennenlernen zu können", schließt sich die elfjährige Pauline Regel der Chorleiterin an. Zum Auftakt des Chorfestivals von "Pueri Cantores" waren die insgesamt 100 Chöre in einem Sternmarsch zum Hauptmarkt gezogen, wo sie von Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe begrüßt wurden.
Neben Auftritten in Kirchen geben sie Konzerte in Trierer sozialen Einrichtungen wie Behinderten- und Altenheimen. "Man merkt die Begeisterung der Kinder. Das steckt an", sagt Amelie Bücker, eine Besucherin eines Konzerts in der Konstantinbasilika.
"Innerhalb des Chores stärkt es die Gemeinschaft und wir können andere Chöre kennenlernen", sagt der 16-jährige Johannes Hoff vom Kinder- und Jugendchor Waldbreitbach. Auch Björn Scholl vom Kinder- und Jugendchor Waldbreitbach freut sich über das Festival: "Ich singe gerne, auch in Kirchen und im Namen Gottes", beschreibt er seine Beweggründe, an der Veranstaltung teilzunehmen.
Chorleiter Peter Uhl ergänzt: "Wir waren schon in Rom und Paris. So ist unser Chor auch völkerverbindend. Außerdem fahren wir auf viele Festivals". Die rund 3000 Kinder und Jugendliche sind im ganzen Bistum unterwegs: die Knabenchöre in Bernkastel-Kues, die Jugendchöre in Koblenz, die Mädchen- und gleichstimmigen Chöre in Luxemburg und die Kinderchöre in Saarlouis.
Entstanden ist die Idee für "Pueri Cantores" bereits vor rund 70 Jahren in Frankreich. Nach Weihnachten 2015 werden sich 5000 Sänger auf den Weg nach Rom machen und dort Papst Franziskus begegnen.
Weitere Informationen unter
chorfestival2015.deExtra

Singen für den Frieden
Foto: Martina Greve
Singen für den Frieden
Foto: Martina Greve

Am Samstag, 4. Juli, gibt es um 15, 16 und 17 Uhr Begegnungskonzerte in den Kirchen St. Paulin, St. Antonius und der Jesuitenkirche. Die Friedensgebete beginnen um 15, 16 und 17 Uhr in der Liebfrauenbasilika. Ab 18.30 Uhr gibt es ein "Wandelkonzert": Die Zuhörer können im Dom sowie in der Liebfrauen- und Konstantinbasilika Kurzkonzerte hören. Die Abschlussmesse am Sonntag um 10 Uhr im Dom wird übertragen: www.domradio.de mgrDiese und weitere Informationen zum Thema und zu Chören in der Region finden Sie im neuen Online-Portal des Trierischen Volksfreunds für Chöre: www.tvoice.de