Sinnliches entdecken
"skizzen + abstraktes" lautet der Titel der Ausstellung mit Werken des Trierer Künstlers Helmut Rosenbaum, zu deren Eröffnung sich etwa 150 Gäste in der Deutschen Richterakademie einfanden.
Trier. (red) Als "Geschenk" bezeichnete Triers früherer Oberbürgermeister Helmut Schroer die umfangreiche Schau, in der neben Malerei und Skizzen auch ausgewählte Skulpturen präsentiert werden. In seiner Festrede würdigte Schroer Helmut Rosenbaum als Künstler, der es eindrucksvoll verstehe, den menschlichen Körper in für den Betrachter unerwarteten Zusammenhängen zu präsentieren. In der Auseinandersetzung mit Formen und Farben gelte es bei dem vordergründig abstrakten Zusammenspiel von Linien und geometrischen Figuren ganz Sinnlich-Konkretes zu entdecken.
Helmut Rosenbaum wurde 1925 in Mayen geboren. Seit 1953 als freier Architekt in Trier ansässig, hat er sich Ende der 40er Jahre zunächst mit dem Porträtzeichnen auseinandergesetzt und bald eine eigene Art der Darstellung des menschlichen Körpers gefunden, die auch in seinen bildhauerischen Arbeiten zum Ausdruck kommt.
In den 80er Jahren hat er sich dann auch dem Aktzeichnen zugewandt und zu einer beeindruckenden Formensprache gefunden, die auf unerwartete Weise die Handschrift des Architekten zu erkennen gibt. Seitdem nimmt Rosenbaum an den Jahresausstellungen der Gesellschaft für bildende Kunst teil. Sein künstlerisches Schaffen ist bereits in einer Reihe von Einzelausstellungen gewürdigt worden. Die aktuelle Ausstellung bietet nun eine umfangreiche Werkschau mit Arbeiten aus den vorigen Jahren.
Musikalisch eingerahmt wurde die Vernissage in der Deutschen Richterakademie durch Darbietungen des Vokalensembles "Contrapunto". Die temperamentvolle Darbietung des von Dominikus Ascher geleiteten Chors ließ das Publikum gleich mehrere Zugaben fordern.
Die Ausstellung in der Deutschen Richterakademie, Berliner Allee 7, kann bis zum 19. Dezember dienstags bis freitags in der Zeit von 9 bis 16.30 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.