So ein Schweinezyklus

Bin ich froh, dass unsere Kinder die Schulzeit hinter sich haben! Das ist ja der reinste Hickhack: In den Trierer Grundschulen werden Klassen mit nur zehn Kindern unterrichten und etliche Räume stehen leer, weil es einfach nicht genug Nachwuchs gibt.

Über Schließungen will niemand reden, das ist viel zu unpopulär, nur ein Jahr vor den nächsten Kommunalwahlen.Die Gymnasien sind dagegen mehr als proppevoll: Das Schulamt wusste gar nicht, wo es die ganzen Kinder hinstecken sollte, deren Eltern "was Höheres" für ihre Sprösslinge eingeplant haben.Was macht man da? Richtig! Man stellt - huschhusch - Container auf den Schulhof. Wie hätte man denn auch rechtzeitig vorhersehen können, dass es in diesem Jahr wieder mehr Gymnasiasten als Plätze geben sollte, wenn das doch schon im vergangenen und vorvergangenen Jahr so war? Naja. In den Gymnasien müssen sich jetzt jedenfalls häufig 30 Kinder einen Lehrer und einen Raum teilen - beziehungsweise ein "mobiles Klassenzimmer", wie die Wellblech-Dinger auch genannt werden.Aber vielleicht ist der ganze Schweinezyklus ja tatsächlich nicht berechenbar? Sonst hätte man vor 18 Jahren doch bestimmt nicht das Treviris-Gymnasium kurzerhand dicht gemacht.Vielleicht sollte man ja jetzt einfach eine oder zwei der leeren Grundschulen zu Gymnasien machen. Und wenn dann in einigen Jahren die jetzigen kleinen Grundschulklassen im Gymnasiums-Alter sind, wieder zurück zu Grundschulen ummodeln. Denn die Geburtenrate steigt ja gerade wieder an, wegen Elterngeld und so. Wäre doch schön, wenn's so einfach wär', oder?