So kommt man zum neuen Bad

Wie Sie vielleicht wissen, arbeite ich halbtags bei einem großen Heimwer kermarkt im Hochwald. Jetzt, da die Kinder groß sind, habe ich mir einen Job gesucht, und ich muss sagen, die Arbeit gefällt mir gut.

Auch Martin, mein Mann, ist froh, dass ich in dem gut sortierten Markt Verkäuferin bin, dann hat er sozusagen jemanden an der Quelle sitzen. Er ist nämlich ein begeisterter Hobby-Heimwerker. Unter uns gesagt: Er hat eigentlich zwei linke Hände, aber wenn ihm das Rumbosseln so gut gefällt, soll er's halt machen. Ist immer noch besser, als wenn er in die Kneipe ginge oder mir bei der Hausarbeit auf die Füße treten würde.So dachte ich - bis vergangenen Dienstag. Da meinte Martin, den tropfenden Wasserhahn im Gäste-WC reparieren zu müssen. "Die Dichtung ist kaputt", diagnostizierte mein Handwerker-Ass. So weit, so gut. Weiß der Teufel, was ihn danach geritten hat. Er montierte den Wasserhahn ab, hantierte so ungeschickt bei der Suche nach einer ins Wasserrohr gefallenen Mutter, dass er die Leitung ein Stück weit aus der Wand riss. Dabei gingen zwei Fliesen zu Bruch. Als Martin diese dann komplett raushauen wollte, fiel ihm auch noch der Fäustel ins Waschbecken und beschädigte das Porzellan. Als ich das Chaos im Bad sah, bekam ich einen Schreikrampf. "Wurde sowieso Zeit für ein neues Gäste-WC", versuchte Martin mich zu besänftigen, "ist ja schon fast 20 Jahre alt." Nach diesem Chaos, das Martin angerichtet hatte, blieb mir nichts anderes übrig, als zuzustimmen. "Dann müssen wir eben in den sauren Apfel beißen", sagte ich zu meinem Superhelden, aber nur unter einer Bedingung: "Du beteiligst dich auf keinen Fall mit Eigenleistungen!!!