So schmecken acht Länder

Feller Maximiner Weinspektakel lockt Hunderte Weinfreunde und Liebhaber von Selbstgemachtem an. Der Veranstalter beweist zum achten Mal: Er legt immer noch einen drauf.

FELL Wein, überall Wein im Feller Silvanussaal. Susanne Sterz plaudert mit Besuchern ihres Standes und schenkt einen 2014er Manna aus. Sterz, von der gleichnamigen Agentur, vertritt den Mann, in dessen renommiertem Weingut in Italien die edlen Tropfen hergestellt werden: Franz Haas. Er nimmt zurzeit an einer großen italienischen Weinmesse teil, aber er wollte unbedingt auch in Fell mit dabei sein, sagt seine Vertreterin. Sie werde ihm berichten, dass sehr viel los sei und die Menschen sehr weininteressiert seien. Ein paar Meter weiter eine weitere Premiere: Deutschlands bester Sekterzeuger, Klaus Herres aus Leiwen, verkostet seine mehrfach ausgezeichneten Produkte. Er ist in guter Nachbarschaft: rechts neben ihm Arno Bauer, Directeur Techniques des traditionsreichen luxemburgischen Weingutes Gales, links Winzer Franz-Rudolf Meirer aus Fell, von Anfang an dabei. Jetzt machen auch Herres und Bauer mit, weil sie Leute unterstützen wollen, die was für den Wein machen, sagen beide. Sie sind begeistert vom Ambiente, dem Programm drumherum und der Resonanz. 140 Weine aus acht Ländern - Luxemburg, Frankreich, Spanien, Italien, Österreich, Schweiz, Portugal und Deutschland - können probiert, nach persönlichem Geschmack beurteilt und bestellt werden. Auch Hans Jakobs (72) aus Riveris ist mit Freunden zum ersten Mal Gast des Weinspektakels. "Toll, ich bin begeistert, auch von der Internationalität hier", lobt er. Die Vielfalt schätzt ebenfalls Achim Marx (39) aus Fell. Ortsbürgermeister Alfons Rodens sagt, er sei stolz auf den Verein Feller Maximiner Wein, der das Spektakel auf die Beine gestellt hat. Der Verein legt Jahr für Jahr immer noch einen drauf: Der Samstagabend startete mit einem Seminar über portugiesische Weine und endete mit einer Party mit der Rhythm Band aus Luxemburg. Am Sonntag reihten sich 30 Aussteller unter strahlend blauem Himmel rund um die alte Schule und zeigten vor allem Selbstgemachtes, Falken, Alpakas oder alte Traktoren auf dem Kunsthandwerker- und Bauernmarkt, Künstler stellten im Winzerkeller aus. Und als die mehr als 60 Weinmajestäten in einen Bus stiegen, um später in Schweich zur Bänkelsängertour aufs Schiff zu gehen, ahnte die Deutsche Weinkönigin Lena Endesfelder nicht, dass sie am späten Nachmittag zum Ehrenmitglied des Vereins Feller Maximiner Wein ernannt werden würde. Erwin Britz, Mitglied des Organisationsteams begründet: "Sie ist eine treue Besucherin des Spektakels." Das Resümee der Menschen vor und hinter den Ständen sowie des Vereinsvorsitzenden Harald Schmitt fällt kurz und klar: "Großartig!"Extra: WEINGÜTER AUS GANZ EUROPA

Auch Deutschlands bester Sekterzeuger, Klaus Herres, reicht die mehrfach ausgezeichneten edlen Tropfen zum Probieren. Foto: Katja Bernardy (kat) ("TV-Upload Bernardy"

Diese Weingüter verkosteten an eigenen Ständen im Silvanussaal: Kiebel, Farschweiler; Gerhard Kronz, Franz-Rudolf Meirer (beide Fell); Seminarshof, Trittenheim; Sektgut St. Laurentius, Leiwen; Gales, Ellange (Luxemburg); Bernhard Koch, Hainfeld (Pfalz); Maison Jean Huttard, Zellenberg, Jean-Baptiste Adam, Ammerschwihr (beide Frankreich); Rötiberg, Wilchingen (Schweiz); Moeth, Bregenz (Österreich); Franz Haas, Montan (Italien); Bodegas Maisulan, Álava (Spanien); Quinta da Plansel, Monternor-o-Novo (Portugal). Darüber hinaus konnten Weine aus folgenden Weingütern probiert werden: Lothar Heinen, Krämer-Lorscheider, Jürgen Rohles (alle Fell); Römerhof, Riol; Burgkeller, J. Schmitt, Longuich, Jung, Ulrich Heinen, Hansjosten (alle Longuich); Jostock-Lammers & Sohn, Leiwen; Reichsgraf von Kesselstatt, Morscheid; Kallfelz, Zell-Merl. Musik: Rhythm Band aus Luxemburg; The Seniors of Swing; der Moseltaler Winzerbursche Franni, Max Kirchen aus Luxemburg; Gäßberchtrio.