So schön kann doch kein Mann sein …

So schön kann doch kein Mann sein …

… muss er auch gar nicht: Denn für Simone Buschs Ausstellung "RaumMann 2.0" sind vor allem interessante Charakterköpfe aus Trier und Umgebung gefragt. Die Fotos sind in der Steipe zu sehen - und einige der Models wohl auch.

Trier (bec) Da dachte man, sie hätte sie (fast) alle gehabt, und dann wird klar: Es gibt ja noch viel mehr interessante Männer in Trier als die 40, die Fotografin Simone Busch in der ersten Runde der "RaumMann"-Reihe abgelichtet hat - "in ihrem natürlichen Lebensraum", wie sie damals erzählte. Und diese Räume waren so unterschiedlich wie die Modelle selbst: Wohnzimmer, Atelier, Büro, Probenraum. Hauptsache, der Herr fühlt sich wohl.
Hauptsache, der Raum zeigt, wofür sein Herz brennt. Genau das haben die 25 Männer, deren Fotos in der Steipe zu sehen sind, mit der ersten RaumMann-Generation gemeinsam: Nicht Perfektion war beim Shooting gefragt, sondern Leidenschaft. Immer wieder musste sich Busch auf neue Orte, neue Voraussetzungen und neue Charaktere einlassen. Während ein Tänzer wie Paul Hess vom Theater Trier genau weiß, wie er sich vor der Kamera bewegen muss, sieht das bei einem Friseurmeister zum Beispiel anders aus, selbst wenn er im eigenen Laden fotografiert wird.
Ein bisschen was hat sich gegenüber den ersten Bildern verändert: Mehr Tiere sind auf den Fotos zu sehen. Aber auch mehr Menschen: Väter und Söhne (wie die Winzer Michael und Martin Fürst) oder ganze Bands (Kramsky).
So viele Menschen auf einem Bild - das ist eine Herausforderung: "Bei vier Männern kann meine Konzentration nicht auf allen liegen. Da musste ich draufhalten und hoffen, dass etwas Passendes dabei ist."
War es. Für Fotografin Simone Busch steht auch schon fest, wer RaumMann 66 wird: "Guildo Horn. Wir müssen nur einen Termin finden."
Die Ausstellung "RaumMann 2.0" von Simone Busch ist bis 29. März in der Steipe am Trierer Hauptmarkt zu sehen. Info: simonebusch.jimdo.com

Mehr von Volksfreund