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So verlief der Kinderflohmarkt in Konz-Könen

Kinder : Kinderkleidung satt, aber zu wenige Bratwürste - So verlief der Flohmarkt in Konz-Könen

Bei der zweiten Auflage des Flohmarktes in Konz-Könen waren besonders viele Eltern mit ihren Kindern unterwegs. Wie der Markt bei Groß und Klein ankam.

Heike Hölzner hält dem Kind im Grundschulalter ein weißes Kleid hin: „Schau mal, ist das Deine Größe?“ Hölzner hat ihren Stand bei der zweiten Auflage des Könener Familienflohmarkts neben der Grundschule aufgebaut. Hier wird besonders viel geboten. Dementsprechend groß ist auch der Betrieb. Ein zweiter Stand direkt neben Hölzner bietet ebenfalls viel für Kinder an. Und dann ist da noch der Heimatverein, der mittags schon keine Würstchen mehr anbieten kann: Ausverkauft. Hier gibt es nur noch Süßes: Brötchen gefüllt mit Schoko-Schaumkuss.

Das Kleid, das Hölzner dem Mädchen gezeigt hat, ist eigentlich zu groß. Die Eltern finden für ihre Tochter stattdessen eine Trainingsjacke. Doch die Ausstellerin will so wenig wie möglich mit nach Hause nehmen. „Ich schenke Dir das. Du ziehst das an, wenn Du etwas gewachsen bist“ Und einen Rock gibt sie dem Mädchen, das sichtlich strahlt, obendrein. „Ich will mein Zeug loswerden“, sagt Hölzner. Die Sachen hätten lange auf dem Speicher gelegen. Ihr geht es weniger um den Verdienst. Wichtig ist ihr, dass die gut erhaltenen Sachen wieder in Gebrauch kommen.

Geht man vom Platz an der Grundschule weiter durch Könen, fällt auf: Viele junge Familien sind in dem Konzer Stadtteil unterwegs. Und für diese ist die Auswahl an den Ständen reichlich: Viele Spielsachen und viel Kinderkleidung werden von den Ausstellern in ihren Garagen auf den Höfen vor den Häusern angeboten. „Habt ihr irgendwo Kinderkleidung für Jungs“, fragen Julia und Frank aus Könen an einem Stand am Pferdemarkt. Und sofort begeben sich die beiden ans Stöbern, ob was Schönes dabei ist. „Wir hoffen, gute gebrauchte Sachen zu finden“, sagt Frank. „Es ist für eine Freundin, für sie halten wir die Augen offen.“ An der Könener Straße rappelt es: Felix und Pia halten eine Tüte auf, und die Anbieterin schüttet den vier und fünf Jahre alten Geschwistern eine komplette Holzeisenbahn hinein. Wann bauen die Kinder diese auf? „Heute“, sagt Felix mit sichtlicher Freude. Mit ihrer Mutter sind sie schon seit Beginn des Flohmarktes unterwegs. „Lego haben wir auch schon gekauft.“, sagt Myriam Seidenthal. Die Könener Straße weiter entlang finden auch Damen Sachen zum Anziehen. „Die Leute sind froh, wenn sie Kleider für Erwachsene sehen“, sagt Ramona Bystrzykowski. „Die Mittelgrößen gehen immer ganz gut.“

Heike Waldkönig aus Niedermennig hat in Könen vor dem Haus einer Freundin ihre Angebote unter einem Pavillon aufgestellt. Die Idee eines Flohmarktes durch den Ort findet sie gut. „Es ist einfach, die Sachen nur vor die Tür zu stellen“, sagt sie. In ihrem Heimatort würde sie einen solchen Flohmarkt gerne selbst organisieren. Doch weil sie berufstätig ist, fehlt ihr die Zeit dazu.

 Stolz zeigen Felix und Pia dem TV-Reporter die Tüte mit ihrer neuen Holzeisenbahn (Foto links). Währenddessen sind viele Familien mit ihren Kindern auf dem Flohmarkt in Konz-Könen unterwegs.
Stolz zeigen Felix und Pia dem TV-Reporter die Tüte mit ihrer neuen Holzeisenbahn (Foto links). Währenddessen sind viele Familien mit ihren Kindern auf dem Flohmarkt in Konz-Könen unterwegs. Foto: Christoph Strouvelle

Katarzyna Vogel-Oulaid, die den Flohmarkt in Könen organisiert hat, freut sich über die gute Resonanz. „Man hat das Gefühl, das Dorf lebt“, sagt sie. 50 Stände hätten sich angemeldet. Die Leute freuten sich, aus dem Haus zu kommen, was zu erleben und mit anderen Gespräche zu führen. „Das spürt man.“ Zur zweiten Auflage des Flohmarktes seien die Leute nicht massenhaft gekommen, sondern gut verteilt „Corona-konform“, lacht sie. Was wird am meisten gefragt? „Das ist unterschiedlich. Kinder schauen selbst nach Spielzeug. Die Eltern nach allem.“