Solarstrom von der Höhe über Fell

Solarstrom von der Höhe über Fell

Mit einer neuen Fotovoltaikanlage in Fell erweitern die Trierer Stadtwerke (SWT) die Solarstromerzeugung in der Verbandsgemeinde (VG) Schweich um weitere 2,4 Megawatt maximale Jahresleistung. Schon vor dem Bau der Feller Anlage zählte die VG Schweich zu den größten Solarstandorten in Deutschland.

Fell. Die jüngste Solaranlage auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde (VG) Schweich ging in der Gemeinde Fell ans Netz. Der neue Solarpark liegt etwas versteckt auf der Höhe in der Nähe des Gasthauses Feller Hof. Mit einer maximalen Jahresleitung von "nur" 2,2 Millionen Watt (2,2 Megawatt) ist dies die kleinste Flächensolaranlage in der VG Schweich.

Betreiber sind die Stadtwerke Trier, die mit einer 8,4-Megawatt-Anlage beim Industriepark Föhren gleichzeitig auch den landesweit größten Solarpark ans Netz geschaltet haben.

Anfang Mai war mit dem Bau des jüngsten Sonnenkraftwerks bei Fell begonnen worden, inzwischen ist Fell nun "frisch" am Netz. Wie SWT-Sprecher Carsten Grasmück auf Anfrage erklärt, wurden bei Fell auf einer Fläche von zehn Hektar insgesamt 29 000 Solarmodule auf Ständern in Südrichtung montiert. Die Anlage entstand in Zusammenarbeit mit der EnergieSüdwest AG, ein regionales Versorgungsunternehmen, das vorwiegend Haushalte in und um Landau mit Energie und Wasser beliefert. Die von SWT und EnergieSüdwest gemeinsam getragene Gesamtinvestition betrug 6,4 Millionen Euro. ´

Die Gesamtleistung der derzeit installierten SWT-Solartechnik beziffert Grasmück mit 24 Megawatt. Neben den Solarparks in Föhren und Fell betreibt das Versorgungsunternehmen verschiedene kleine Dachanlagen, etwa auf der Trie rer Messeparkhalle. Hinzu kommen 51-Prozent-Beteiligungen an zwei großen Solarparks bei Kenn und bei Bitburg-Irsch. "Langfristig sollen noch weitere Solarprojekte hinzukommen - allerdings gibt es dazu noch keine konkrete Planung", erklärt der SWT-Sprecher.

Auslöser des Solar-Booms in der VG Schweich war im Jahr 2005 die Ortsgemeinde Leiwen. Dort entstand die Idee, aufgegebene und verwilderte Weinanbauflächen in einem Seitental als Solarstandort zu nutzen. Zwar scheiterte dieses Projekt, doch andere Ortsgemeinden in der VG Schweich griffen den Gedanken auf. Die Orte suchten nach geeigneten Flächen und nach Investoren, gleichzeitig überarbeitete die VG ihren Flächennutzungsplan. Dabei waren die Vorgaben für das Landschaftsschutzgebiet Moseltal zu berücksichtigen: Solarfelder (aber auch Windräder) dürfen im Moseltal nicht zu sehen sein.