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Sonderausstellung im Stadtmuseum Simeonstift zeigt Triers Vergangenheit als Festungsstadt

Stadtgeschichte : Als Trier eine Festungsstadt war

Zur neuen Sonderausstellung im Stadtmuseum Simeonstift gibt es heute Abend einen einführenden Vortrag.

Einem weitgehend unbekannten Kapitel der Stadtgeschichte widmet sich die neue Sonderausstellung „Trier – eine Festungsstadt?“ im Kabinett des Stadtmuseums Simeonstift.

Die Ausstellung zeichnet anhand von rund zwei Dutzend historischen Plänen, Karten und Ansichten, darunter einige aus dem Bestand des Stadtarchivs (Weberbach). die bewegte frühneuzeitliche Befestigungsgeschichte Triers nach.

Die aus dem 12./13. Jahrhundert stammende mittelalterliche Stadtmauer wurde an der heutigen Südallee um 1540 durch eine Bastion ergänzt. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde sie mehrmals durch vorgelagerte Festungswerke und bastionierte Forts verstärkt. So wurde auch der Entwicklung und der zunehmenden Bedeutung der Artillerie Rechnung getragen. In den damaligen Kriegen galt Trier als wichtige Festungsstadt und wechselte wegen seiner Grenzlage und seiner strategischen Bedeutung häufig den Besitzer.

Museumsmitarbeiter Bernd Röder (53) der, mit Unterstützung des früheren Trierer Denkmalpflegers Rainer Thelen (76, Gusterath), die Ausstellung konzipiert hat, hält heute, Dienstag, 19 Uhr, einen einleitenden Vortrag im Simeonstift. Dass er im Ausstellungstitel die Festunsgstadt mit einem Fragezeichen versehen hat, erklärt Röder so: „Im Gegensatz zu klassischen Festungsstädten wie Saarlouis oder Luxemburg war Trier das immer nur von kurzer Dauer.

Eintritt zum Vortrag: sechs Euro, für Inhaber des DiMiDo-Kultursemestertickets des Studiwerks Trier frei.

Die Festungsstadt-Ausstellung ist bis zum 26. Mai im Kabinett des Stadtmuseums Simeonstift zu sehen. Mehr Infos online unter www.museum-trier.de