Sonderausstellung "Papierwelt": Historische Bauten - klein und dünn

Trier · Vor allem begeisterte Bastler werden sie kennen: Papier-Bastelbögen, aus denen alles Mögliche angefertigt werden kann - Häuser, Autos, sogar Flugzeuge. Einer, der dieses Hobby bis zur Perfektion betrieben hat, war Oswald Peter. Seine Modellburgen, -schlösser, -windmühlen und vieles mehr sind derzeit im Spielzeugmuseum zu bestaunen.

Trier. Das Flaggschiff Admiral Nelsons in der historischen Seeschlacht von Trafalgar. Kriegsschiffe aus dem 20. Jahrhundert. Windmühlen, ein Kloster, Schloss Hohenschwangau, die Marienburg Danzig: Im Spielzeugmuseum sind im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung "Papierwelt - Welt aus Papier" faszinierende Modelle zu bestaunen. Es sind filigrane und faszinierende Kunstwerke, die der vor zwei Jahren im Alter von 82 Jahren gestorbene Trierer Ingenieur Oswald Peter, früherer Leiter des Bauamts bei der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm, geschaffen hat.
"Er ist viel und gerne gereist", erinnert sich Inge Ginter, Mitarbeiterin im Spielzeugmuseum. Viele Modelle habe er selbst maßstabsgetreu entwickelt und bis ins kleinste Detail nachgebaut. Andere Bastelbögen habe er aus Ländern wie Ungarn und Polen bekommen. "Besonders haben ihn komplexe Bauten interessiert", erläutert Inge Ginter. "Dabei hat er immer versucht, den geschichtlichen Hintergrund der Objekte zu ergründen - beispielsweise, wann Schiffe gebaut und in welchem Jahr sie versenkt wurden." Für das Heimatmuseum Prüm habe Oswald Peter beispielsweise Modelle zur Entstehung der Prümer Burg geschaffen. DQ
Die Sonderausstellung "Papierwelt - Welt aus Papier" ist im Spielzeugmuseum in der Steipe noch bis 24. November zu sehen. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr.

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