Sonnenbrillen, Wollmäntel und ganz viel Grau -Tausende Besucher schauen sich Modetrends bei Trierer Fashion Days an

Sonnenbrillen, Wollmäntel und ganz viel Grau -Tausende Besucher schauen sich Modetrends bei Trierer Fashion Days an

An den Herbst wollen viele Menschen momentan nur in einem Zusammenhang denken: Wonach beim nächsten Einkaufsbummel Ausschau halten? Die Fashion Days Trier haben am Wochenende erste Inspirationen geliefert und am Samstag bei sommerlichen Temperaturen viele Modeinteressierte an den Laufsteg gelockt.

Staubgrau, aschgrau, bleigrau, zementgrau oder optimistisches mausgrau: Loriot hätte an der neuen Herbstmode wohl seine hellgraue Freude gehabt. Eines wird bei den beiden großen Modenschauen in der Fußgängerzone anlässlich der Fashion Days Trier nämlich recht schnell klar: Mit Grau können Modebewusste nichts falsch machen. Das bestätigt Gerd Guillaume, Vorsitzender der Trierer City-Initiative, und fügt aber gleich einen Farbakzent hinzu: "Rottöne sind ebenfalls im Kommen - von orange bis rostrot."

Richtig bunt ist hingegen offenbar die Brillenmode der näheren Zukunft, und so führen die Models auf dem (kirsch)roten Teppich Brillen in den unterschiedlichsten Farben vor. Weil es - im Gegensatz zu vorherigen Jahren - nicht regnet und der Sommer noch etwas bleiben soll, sind Sonnenbrillen bei Optik Raltschitsch auch im September noch gefragt. "Wir sind zufrieden", resümiert Verena Raltschitsch den Fashion-Day-Samstag, an dem viele Geschäfte länger geöffnet bleiben. "Das könnte auch der Grund sein, warum der Betrieb heute etwas später als sonst losging."

Vor allem die Modenschau der neun beteiligten Geschäfte, bei der die Models ob des 300 Meter langen Laufstegs Durchhaltevermögen beweisen müssen, lockt viele Menschen an. "Meine Cousine läuft hier mit, deshalb wollte ich mir das unbedingt ansehen", sagt Kathrin Brech aus Trier, die die neuesten Trends mit ihren Freundinnen begutachtet. Was in diesem Herbst auf keinem Fall in ihrem Kleiderschrank fehlen darf? "Ein Poncho", ist sie sich sicher.

Bei Handtaschen läuft alles auf braun hinaus - und die schon erwähnten Rottöne. "Bordeaux ist in diesem Herbst gefragt", verrät Monika Niedenführ von der Kofferecke Ludwig. Ob groß oder klein - das ist in den kommenden Monaten reine Geschmackssache. Niedenführ hat rund um die Fashion Days "viele interessierte Leute" ausgemacht, "die sich schon auf den Herbst einstimmen - trotz der sommerlichen Temperaturen".

Die 38 Models lassen sich die knapp 30 Grad trotz Schals, wollener Mäntel und wärmender Boots nicht anmerken. Und das, obwohl nicht alle von ihnen Profis sind: So präsentieren auch Männer und Frauen die neuesten Trends, die sich auf einen Aufruf im TV beworben hatten.

Trier tut an den beiden Tagen der Fashion Days alles dafür, ihrem jüngst erworbenen Ruf als "Modehauptstadt" gerecht zu werden. Eine Studie hatte der Stadt Spitzenwerte attestiert - vor allem wenn es darum geht, Auswärtige zum Shoppen an die Mosel zu locken. "Trier ist eben das Einkaufszentrum der Großregion", sieht sich City-Initiative-Chef Guillaume bestätigt. Beste Voraussetzungen also für eine Neuauflage der Fashion Days im kommenden Jahr? "Das wäre erstrebenswert, aber wir müssen schauen, ob wir den sehr hohen Aufwand auch finanziell gestemmt kriegen."

Die nächsten Veranstaltungen der City Initiative Trier:Samstag, 10. September, ab 10 Uhr: Trier spielt, großes Programm in der Innenstadt mit vielen Spielmöglichkeiten wie Buddelplatz und Kettcup sowie Tanz und MusikSonntag, 30. Oktober, 13 bis 18 Uhr: verkaufsoffener Sonntag (Mantelsonntag)Sonntag, 27. November, 13 bis 18 Uhr: verkaufsoffener Sonntag (erster Advent). bec

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