Sorge um genügend Haltepunkte

Trier-Zewen · Wie die anderen Ortsbeiräte war auch das Zewener Gremium in seiner jüngsten Sitzung aufgerufen, eine Stellungnahme zum städtischen Regionalbahnkonzept abzugeben. Dieses sieht die Reaktivierung des Bahnpersonenverkehrs auf der Westtrasse vor.

Trier-Zewen. Ortsvorsteher Helmut Mertesdorf hält die Reaktivierung der westlichen Bahntrasse für den Personenverkehr grundsätzlich für sinnvoll - das sagte er in der jüngsten Sitzung des Zewener Ortsbeirats. Er hoffe allerdings, "dass der Fahrpreis so angemessen ist, dass die Bürger auch tatsächlich ihr Auto stehen lassen".
Sorge bereiteten dem Beirat die Haltepunkte - nicht nur wegen der Frage, ob dort auch genügend Parkplätze für Pendler vorgehalten würden, die vom Auto in den Zug umsteigen wollen.
Carola Simon (SPD) glaubt, dass bei der Planung die Flächennutzungspläne nicht ausreichend berücksichtigt wurden. In einigen Jahren verdoppele Zewen seine Größe womöglich und der jetzt mit höchster Priorität eingeplante Haltepunkt in der Kantstraße reiche dann wohl nicht mehr aus. Dann würden jedoch, vermutlich eher schleppend, erst die nachrangig priorisierten Haltepunkte umgesetzt, bevor Zewen ein weiteres Mal zum Zug käme. Der Beirat folgte den Überlegungen - und forderte in seiner Stellungnahme, alle Priorisierungen, außer der höchsten, zu streichen.
Nach der Mobilität befasste sich der Beirat mit der Unbeweglichkeit: nämlich der der Stadtverwaltung in Sachen Bebauungsplan BZ 12. Bereits im Juli 2013 haben im Stadtrat, die Fraktionen von CDU, Grünen, FWG und FDP die Verwaltung beauftragt, die Brache in ein Mischgebiet umzuwidmen. Doch offensichtlich ist keiner der dazu nötigen Schritte wie etwa ein erstes Anschreiben der Anwohner bisher unternommen worden. Das bestätigt auf Volksfreund-Anfrage auch Stadtrat Udo Köhler (CDU), der im Januar dementsprechend nachgefragt hatte.
Der Zewener Ortsbeirat beauftragte seinen Vorsitzenden, das Dezernat eindringlich zum Handeln aufzufordern.
Mehrfach befasste sich der Beirat mit unzureichenden Lichtverhältnissen: So teilte Mertesdorf mit, dass er die Stadtwerke gebeten habe, zu prüfen, ob im Bereich der Oberkircher Häuser 11 und 16 Leuchten aufgestellt werden könnten. Zudem habe er angeregt, eine der neuen Leuchten in der Raiffeisenstraße so umzustellen, dass diese auch den Fußweg zur Pfarrkirche erhellt. "Der wird auch als Abkürzung von Schulkindern und Anwohnern genutzt", begründete Mertesdorf. Drittens wird beantragt, die Aufstellung einer Leuchte auf dem Friedhof zu prüfen. fgg