Sozialamt des Kreises bald in Trier-Nord?

Verwaltung : Sozialamt des Kreises bald in Trier-Nord?

Der Platz im Trier-Saarburger Kreishaus reicht schon lange nicht mehr. Abhilfe soll ein neues Mietobjekt schaffen.

Auf rund ein Dutzend Standorte ist die Stadtverwaltung Trier verteilt. Das liegt einerseits daran, dass  kommunale Einrichtungen wie die Bibliotheken nicht am Augustinerhof beheimatet sind. Andererseits daran, dass für alle Bereiche der Kernverwaltung der Platz im ehemaligen Augustinerkloster und Landarmenhaus nicht ausreicht. Ähnlich sieht es bei der Kreisverwaltung Trier-Saarburg. Dort reichen die Raumkapazitäten im Gebäude am Willy-Brandt-Platz ebenfalls schon lange nicht mehr aus.

Die aktuelle Situation sieht so aus: Die Behörde hat in der Kernverwaltung  377  Mitarbeiter, sagt Thomas Müller, Pressesprecher der Verwaltung. Hinzu kommen  weitere Bedienstete wie beispielsweise Hausmeister an Gymnasien oder Realschulen plus.

260 Menschen haben in der Zentrale ihren Arbeitsort, 65 im Gesundheitsamt in der Paulinstraße und 52 Bedienstete aus den Abteilungen Rechnungs- und Gemeindeprüfungsamt, Gebäudemanagement, Schulen und Bildung sowie aus dem Veterinäramt im Gebäude Metternichstraße 33 und somit im Osten des Stadtteils Trier-Nord.

Diese 52 Beamten und Angestellten werden wohl größtenteils in absehbarer Zeit wieder ins Gebäude in der Stadtmitte zurückkehren. Denn die Kreisverwaltung ist nur Mieter im Anwesen. Es gehört dem Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (ART). Und dieser möchte laut Kreisverwaltung den Raum selber nutzen und seine Verwaltung in der Metternichstraße konzentrieren. Schließlich soll der Standort in der Löwenbrückener Straße in Trier-Süd aufgegeben werden (der TV berichtete mehrmals).

Doch eigentlich ist für die in Trier-Nord arbeitetenden Damen und Herren kein Platz im Kreishaus. Dazu sagt Pressesprecher Müller: „Es ist aus Kapazitätsgründen nicht möglich, die Bediensteten der Kernverwaltung im bestehenden Verwaltungsgebäude am Willy-Brandt-Platz zusammenzufassen.“

In den vergangenen Jahren sei aufgrund zusätzlicher Aufgaben und Vorgaben des Gesetzgebers  immer wieder zusätzliches Personal eingestellt worden. Diese Tendenz setze sich fort. „An allen drei Standorten sind die Möglichkeiten, weitere Arbeitsplätze einzurichten, erschöpft. Es besteht mittlerweile ein akuter Bedarf in Bezug auf Büroräume, Arbeitsplätze für Auszubildende und Besprechungsräume.“

Was also tun? Dazu sagt Müller, dass es Überlegungen gibt,  ein anderes Gebäude in der Metternichstraße anzumieten. Dies liegt direkt neben der ART-Verwaltung.  „Dies könnte etwa ab Mitte 2020 der Fall sein.“ Beschlussfassungen der Kreisgremien oder vertragliche Regelungen dazu gebe es bisher jedoch noch nicht.

Und wer soll von dort aus arbeiten? Der gesamte Geschäftsbereich Jugend und Soziales (inklusive Leitstelle Familie) könnte dort untergebracht werden. Das sind rund 120 Mitarbeiter. „Jugendamt und Sozialamt arbeiten thematisch eng zusammen und weisen in absehbarer Zeit mutmaßlich die höchste Dynamik im Bereich des Personalbedarfs auf“, sagt Mülller.  Zusätzlich soll das Veterinäramt in dem Gebäude unterkommen, weil dieses Amt ohnehin schon in der Metternichstraße beheimatet  sei und dort in der Nähe betriebliche Einrichtungen (insbesondere ein Labor) vorhält, die erst vor kurzem dort gebaut wurden.

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