SOZIALARBEIT

Zur Berichterstattung über die Kürzung von Zuschüssen an freie Träger der Jugendhilfe in Trier:

Jugend- und Sozialarbeit ist wertvoll. Wer im sozialen Sektor beschäftigt ist, erlebt täglich an 365 Tagen im Jahr, wie wichtig soziale Arbeit ist - für die Gesellschaft und für jeden Einzelnen - und wie unerlässlich die Aufgaben sind, die sie bearbeiten soll. Jugend- und Sozialarbeit ist das Rückgrat der Gesellschaft. Leider müssen wir immer noch über den Nutzen und die Notwendigkeit sowie Wertschätzung von Sozialleistungen diskutieren, vielleicht sogar darum kämpfen. Was doch wahrscheinlich nicht der Fall wäre, wenn es zum Beispiel um die Ansiedlung neuer Unternehmen und Wohnungsbau ginge. Jugend- und Sozialarbeit ist selbstverständlich. Unsere Gesellschaft kann ohne die gegenseitige Achtung und Wertschätzung nicht existieren. Wo diese Anerkennung fehlt, ist ein Zusammenleben auf demokratischer Basis nicht möglich. Die fehlende wahrhaftige, sich auch in Geld ausdrückende Wertschätzung in der Jugend und sozialen Arbeit wird die Zukunft aller Menschen in Trier aufs Spiel setzen. Die Bedingungen für das Aufwachsen, Lernen, Leben und Arbeiten werden sich bei uns dramatisch verschlechtern. Reduzierte Bildung, weniger sozialer Zusammenhalt und eine schwindende Kulturlandschaft werden die Folgen sein. Weitere Ergebnisse dieser Entwicklung werden zunehmende Armut, eine höhere Arbeitslosigkeit und Entmündigung der Menschen sein. Die Spaltung in der Gesellschaft - auch in Trier - vertieft sich. Daher werden die Folgekosten heute vorgenommener Kürzungen oder nicht vorgenommener Auszahlungen um ein Vielfaches höher sein als die erhofften Einsparungen. Petra Moske, Trier, Gründerin und Vorsitzende des Vereins Nestwärme