SOZIALES

Zur Berichterstattung über die bevorstehende Schließung des Hauses Franziskus in Trier:

Das Haus Franziskus ist eine Begegnungsstätte für Senioren. Es finden Kurse statt sowie Singkreis, Kartenspiele, Gymnastik, Sprachkurse, Gesprächskreis, Bibelkreis, Ausflüge. Das Besondere: Seit 2004 treffen sich auch Senioren zum Schachspielen! Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich mich inzwischen schon seit genau neun Jahren jeden Donnerstag hier im "Kutscherhaus" mit anderen Schach-Begeisterten auf dieses Spiel einlassen würde. Durch einen Anfängerkurs lernte ich die Grundkenntnisse dieses kniffeligen Spiels. Durch diese regelmäßigen Schach-Treffen sind wertvolle Kontakte und auch Freundschaften entstanden. Es war ein Schock für uns, als wir vor ein paar Wochen erfuhren, dass dieses Haus in zwei Monaten geschlossen wird! 1986 wurde das Haus Franziskus eröffnet und feierte vor vier Jahren sein 25-jähriges Bestehen. Es wird im Sinne von Mutter Rosa gestaltet und geleitet. Vor einigen Jahren ist Mutter Rosa seliggesprochen worden. Ob es in ihrem Sinn ist, dass diese Einrichtung bald ihre Türen schließt? Hat es nicht für viele Menschen einen Raum geschaffen, sich aufgehoben zu fühlen, sich mit anderen auszutauschen, im Senioren-Café zu sitzen und zu plaudern? Es ist für viele ein vertrauter Ort geworden. Wir bedauern es sehr, dass wir uns bald nicht mehr in diesem schönen Ambiente zum Seniorenschach treffen können. Es wurde uns zu einer vertrauten Atmosphäre. Es wird uns fehlen. Gundula Krüger, Trier Da an der Tatsache, dass das Haus Franziskus nach 29 Jahren seine gastliche Haustür schließt, (wohl leider) nichts zu ändern ist, bleibt aber, ein herzliches Dankeschön und "Vergelt\'s Gott" zu sagen für 29 Jahre segensreiches Wirken der Waldbreitbacher Franziskanerinnen Schwester Antonie und Schwester Ute sowie Franz-Josef Euteneuers. Für das regelmäßige schöne, frohe und anspruchsvolle Angebot, für die ganz besondere Art und Weise christlichen Willkommens, wie man sie hier erleben durfte, Tag für Tag. Dem Orden sei Dank, der durch seine langjährige finanzielle Unterstützung das Haus Franziskus ermöglicht hat (nicht zu vergessen auch die sonstigen Unterstützer mit kleineren und größeren Spenden). Nun ist es für unsere Stadt ein großer Verlust! Aber vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder!? Gesa Nortmann, Trier Wir haben mit Bedauern und Bestürzung gelesen, dass der lebendige Treffpunkt Haus Franziskus geschlossen werden soll. Das können wir Senioren aus Trier-Nord nicht nachvollziehen. Wir sind sogar zornig, denn das Haus ist ein Lichtblick für aktive Seniorenarbeit in Trier. Dort haben wir uns nicht nur wohlgefühlt, sondern wurden wertgeschätzt. Hier konnten wir durchatmen und lernten wieder das Lachen. Hier fanden wir neuen Lebensmut trotz all der Krankheiten, Behinderungen und Schmerzen im Alter. Dieser Treffpunkt ist ein herzerfrischender Quell für unsere Seele. Des Lebens Sinn fand hier seine Heimat. Die Verantwortlichen sollten ihren Beschluss überdenken und einen Weg suchen, damit dieser Ort mit seinem Personal erhalten bleibt. Initiative "Bürger für Bürger" des Bürgerhauses Trier-Nord, Bernd Weihmann und viele weitere Unterzeichner

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort