SOZIALES

Zum Leserbrief "Die Grünen sind nicht die Fürsprecher der älteren Generation" von Hugo Wust (TV vom 2. Dezember) über die Einführung eines Seniorenbeirats in der Stadt Trier:

Dem Beitrag von Herrn Wust ist uneingeschränkt zuzustimmen. Ergänzend ist festzuhalten, dass auch die FDP bereits 2015 gegen den Seniorenbeirat votiert hat. Zu der Argumentation der "Grünen", die "Alten" seien doch genug über den Stadtrat und die Ortsvorstände vertreten und hätten dort ausreichend Lobbyisten, stellt sich mir die Frage: Sind alte Lobbyisten gleichzeitig Lobbyisten für die "Alten"? Sicherlich nicht, denn bevor sie Lobbyisten wurden, waren sie sicher etwas jünger. Somit vertreten sie heute noch die Interessen der Unternehmen, Verbände und was weiß ich von wem noch, aber eben nicht die der Senioren. Wäre das anders, hätten wir lange den Beirat. Letztlich sprechen wir aber von ungelegten Eiern: Bereits 2012 wurde der Seniorenbeirat initiiert, und er sollte nun endlich 2015 installiert werden. Scheinbar plötzlich und unerwartet hat sich aber vorher der zuständige Sachbearbeiter in den sicherlich verdienten Ruhestand verabschiedet. Die Aufgabe liegt nun irgendwo herum. Keiner weiß Bescheid oder ist zuständig. Wie ich erfahren habe, wird es nun wohl noch bis Ende 2017 dauern, bis der Seniorenbeirat gebildet wird. Muss ich jetzt daraus folgern, dass ein paar "alte" Parteigänger - egal welcher Couleur - Angst vor einer unmittelbaren Vertretung der Allgemeinheit der "Alten" haben und den Starttermin des Seniorenbeirats bis zum St. Nimmerleinstag verschieben wollen? Die von den Ortsbeiräten bereits 2015 nominierten Beiratsmitglieder werden wohl nicht mehr so lange warten, bis sie unangenehme Fragen an die kommunale Politik richten. Andreas Rump, Trier