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Schulen: Sozialpraktikum: Zehntklässlerinnen lernen, zu unterstützen

Schulen : Sozialpraktikum: Zehntklässlerinnen lernen, zu unterstützen

Das Angela-Merici-Gymnasium lässt Schülerinnen zwei Wochen lang soziale Berufe kennen lernen.

Alle Zehntklässlerinnen  des Bischöflichen Angela-Merici-Gymnasiums Trier (AMG) haben zwei Wochen lang die Arbeit in sozialen Einrichtungen kennengelernt, statt in der Schule zu sitzen. Dadurch sollen die Schülerinnen die Wichtigkeit sozialer Berufe wertschätzen lernen und gleichzeitig eigene Erfahrungen in diesen Berufen machen.

Von integrativen Kindergärten über Krankenhäuser und Pflegeheime bis hin zu Lebenshilfe-Werkstätten gibt es rund 90 Stellen in Trier und in der Region, an denen sich die Schülerinnen nach einer Einarbeitungszeit an der täglichen Arbeit beteiligen können.

So hat Merle Roth aus der 10a ihr Sozialpraktikum in der Villa Kunterbunt verbracht und hat dort unter anderem schwer erkrankte Kinder betreut und auch auf spielerische Art den schweren Alltag der Kinder etwas aufgehellt. Dass ein Kind mit starker Skoliose und den damit verbundenen Schmerzen dennoch viel Humor und Lebensfreude haben kann, hat Merle positiv überrascht. Die Schülerin kann sich für ihre Zukunft eine Tätigkeit im medizinischen Bereich vorstellen. Christoph Block, Geschäftsführer der Villa Kunterbunt, lobte das hohe Engagement von Merle und hob die Vielseitigkeit des Praktikums hervor: So konnte Merle neben der Arbeit mit den Kindern etwa auch in der Organisation von kommenden Veranstaltungen in der Villa Kunterbunt helfen.

In einer ganz anderen Umgebung konnte Katharina Wallmeier aus der 10c im luxemburgischen Oberdonven ihr Sozialpraktikum absolvieren: im Institut equimotion, das unter anderem Reittherapie für behinderte und entwicklungsgestörte Menschen anbietet. Dort konnte Katharina erleben, wie die Zusammenarbeit solcher Menschen mit einem Pferd deren Entwicklung auf vielfältige Weise positiv beeinflussen kann. So wird bei vielen Übungen und auch im bloßen gemeinsamen Umgang miteinander der gegenseitige Respekt im Zusammenleben auf eine sehr praktische und direkte Art vermittelt und geschult.

Von links: Jürgen Bonertz, Katharina Wallmeier, Pony Sancho und Sabine Baumeister. Foto: Sinan Narin

Trotz – oder auch eben wegen der – Anstrengungen blicken viele Schülerinnen mit positiven Erinnerungen auf ihr eigenes Sozialpraktikum zurück. Katharina und Merle sind sich sicher, in den zurückliegenden zwei Wochen viele gute Erfahrungen gesammelt zu haben.