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Sozialwohnungen in ehemaliger Kirche Christi Himmelfahrt in Trier-Ehrang

Kirche : Sozialwohnungen in ehemaligem katholischen Gotteshaus in Trier-Ehrang

Investor plant außergewöhnliches Projekt in einem profanierten Trierer Gotteshaus.

Passenderweise am Himmelfahrtstag fand ein Abschiedsgottesdienst statt, anschließend stellten die neuen Besitzer vor, wie es nun mit der ausgedienten Pfarrkirche Christi Himmelfahrt im Trierer Stadtteil Ehrang weitergehen soll.

Die sakrale Ära ist nun endgültig zu Ende. Die Projektgesellschaft ehemalige Kirche Christi Himmelfahrt GmbH und Co. KG (Trier)  plant, das einstige katholische Gottes- in ein Wohnhaus umzubauen. Vorgesehen sind  17 Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern. Der Mietpreis würde bei – auf 20 Jahre festgeschriebenen – sechs Euro pro Quadratmeter liegen.

Für die Projektentwicklung und die Bauausführung zeichnet die Firma Immprinzip GmbH und Co. KG verantwortlich.

Der Kopf dahinter ist  Jan H. Eitel (49), der unter anderem mit seiner früheren Entwicklungsgesellschaft Petrisberg auf Militärbrachen neue Stadtteile entstehen ließ. Mit der Ehranger Kirchengemeinde hat Eitel vereinbart, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Der Bauantrag werde in den kommenden Tagen im Trierer Rathaus eingereicht.

Die Kirche Christi Himmelfahrt stammt aus der Mitte der 1950er Jahre und steht nicht unter Denkmalschutz. 2011 wurde sie wegen Statik-Problemen geschlossen; die Profanierung (Entweihung) erfolgte am 1. September 2016.

Ironie des Kirchen-Schicksals: Nur wenige Kilometer wurde in Eh­rang-Quint bereits 2009 die Kirche Mariä Himmelfahrt entweiht. Dieser Komplex wurde vor drei Jahren ebenfalls in eine Wohnanlage umgewandelt.