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Sparkasse Trier verändert in vielen Filialen die Öffnungszeiten

Veränderung : Warum und wo die Schalter der Sparkasse Trier anders als bisher öffnen

Das klassische Schaltergeschäft in den Banken wird offensichtlich immer mehr zur Ausnahme. Darauf reagiert nun die Sparkasse Trier. Zum 1. Mai stehen Veränderungen im Serviceangebot an.

Es gibt sie natürlich immer noch. Kunden, die sich von Mitarbeitern der Banken Geld auszahlen lassen oder die ihre Überweisungen persönlich abgeben. Doch nach Auskunft von Bankenexperten nimmt dieses klassische Schaltergeschäft immer mehr ab. Darauf reagiert nun die Sparkasse Trier. Sprecher Carlo Schuff sagt: „Die schnell voranschreitende Digitalisierung und die Pandemie haben das veränderte Nutzer-/Kundenverhalten offenbart.“ Bankgeschäfte würden inzwischen rund um die Uhr, zu allen Tageszeiten und nicht mehr zu den alleinigen Öffnungszeiten erledigt. Konsequenz: „Mit der Anpassung unserer Service- und Öffnungszeiten werden wir diesem Trend gerecht, bleiben vor Ort präsent und stellen das ,klassische Schalterangebot‘ sicher.“

Service- und Öffnungszeiten der Sparkassen Trier ändern sich

Was diese Anpassung bedeutet, kann jeder Kunde zwar auf Anhieb nicht auf der Homepage der Sparkasse finden. Dafür jedoch als Ankündigung bei der Nutzung der Geldautomaten. Dort wird mitgeteilt, worauf sich Kunden ab dem 1. Mai einstellen können: Es gibt große Filialen (Simeonstraße Trier, Viehmarkt Trier, Konz, Saarburg, Hermeskeil und Schweich), die weiterhin montags bis freitags geöffnet sind. In vielen Filialen werden die Öffnungszeiten jedoch reduziert (siehe Info). Zwei Beispiele: Bisher hat die Föhrener Filiale montags, mittwochs und freitags am Vor- und am Nachmittag geöffnet. An Dienstagen und Donnerstagen nur vormittags. Künftig ist die Filiale montags, mittwochs und donnerstags geschlossen. Dienstags und freitags ist zwar vor- und nachmittags geöffnet. Die maximale tägliche Öffnungszeit beträgt aber ab Mai fünf Stunden. Aktuell sind es sechseinhalb Stunden. In Tawern, ähnlich wie Föhren nicht gerade eine kleine Gemeinde, hat die Sparkassenfiliale zumindest vormittags von Montag bis Freitag geöffnet. Bald nur noch montags und donnerstags.

Keine Auswirkungen haben die neuen Dienstzeiten nach Auskunft von Carlo Schuff auf die Beratungszeiten. Die liegen weiter in der Zeit zwischen 8 und 20 Uhr. In diesen Zeiten geht es jedoch nicht um das klassische Schaltergeschäft. Vielmehr dienen die Beratungszeiten für komplexere Beratungen beispielsweise in Kreditfragen.

Keine Schließungen: Aber 21 Sparkassen-Filialen öffnen weniger und kürzer

Weniger Öffnungstage und zudem verkürzte Öffnungszeiten. Bei 21 Filialen und im Vergleich zu heute wöchentlich 17,5 Stunden weniger Öffnungszeit kommen so 367,5 Stunden zusammen, in denen Mitarbeiter der Sparkasse nicht mehr hinter dem Schalter stehen. Bei 38,5 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit entspricht das knapp zehn Vollzeitstellen. Das bedeutet jedoch nicht, dass nun Mitarbeiter entlassen werden. Die Servicemitarbeitenden würden außerhalb der Schalteröffnungszeiten andere Aufgaben übernehmen, sagt Sparkassensprecher Schuff. So sollen Beraterinnen und Berater „sachbearbeitende Tätigkeiten oder Aufgaben“ übernehmen, die beispielsweise im Rahmen der digitalen Ansprache aufkommen.

Bedeuten diese Anpassungen, dass bald Filialen geschlossen werden? Darauf angesprochen, sagt Carlo Schuff: „Anpassungen unseres Filialnetzes durch Schließungen sind nicht geplant.“