Sparsam sein, Substanz erhalten

Sparsam sein, Substanz erhalten

Die Europäische Union hat 2011 zum Ehrenamtsjahr ausgerufen, und auch in der Verbandsgemeinde Trier-Land wird das freiwillige Engagement hoch geschätzt. Bürgermeister Wolfgang Reiland und die Fraktionschefs dankten beim Neujahrsempfang in Welschbillig allen Ehrenamtlern für ihren Einsatz.

Welschbillig. Der Dank an ehrenamtlich Tätige zog sich wie ein roter Faden durch die Ansprachen beim Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Trier-Land in der Kultur- und Marktscheune in Welschbillig. Seien es die Helfer in der Jugend- und Seniorenarbeit, in Vereinen, der Feuerwehr, den Gemeinden, bei Projekten oder in der Nachbarschaft - ohne diese Menschen wäre vieles nicht zu realisieren und nicht zu bezahlen, sagte Bürgermeister Wolfgang Reiland.

Großer Reparaturbedarf bei den Straßen



Auch die Fraktionsvorsitzenden im Verbandsgemeinderat Trier-Land (Alexander Bohr, CDU, Edgar Schmitt, SPD, Michael Holstein, Freie Wähler, und Maria Koller-Corban, Grüne) zollten denjenigen, die sich ehrenamtlich organisieren, Anerkennung und Respekt.

Trier-Land sei gut aufgestellt, sagte Bürgermeister Reiland, allerdings sei die wirtschaftliche Erholung nach der Krise noch nicht bei den Gemeinden angekommen. Die Haushaltslage bei Gemeinden, Verbandsgemeinden und Kreisen sei katastrophal, keine Gemeinde in Trier-Land könne ihren Haushalt ausgleichen, trotz aller Sparbemühungen. Schuld seien die vielen Pflichtaufgaben, die Bund und Land den Kommunen auferlegten. "Wenn das nicht umgedreht wird, werden wir erleben, dass die Karre gegen die Wand gefahren wird", sagte Reiland. Auch Trier-Land müsse 2011 kleine Brötchen backen und werde das Hauptaugenmerk auf die Substanzerhaltung, Energiesparmaßnahmen und die Optimierung der Verwaltung als Dienstleister legen.

Welschbilligs Ortsbürgermeister Werner Olk appellierte an die Abgeordneten aus der Region Trier, sich in Berlin und Mainz für eine bessere Ausstattung der Gemeindefinanzen einzusetzen. "Es ist jetzt schon ein großer Reparaturbedarf an den Straßen nach dem strengen Winter zu erwarten, unser Haushalt wird das nicht schultern können", bemerkte Olk.

Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang von der Jugendbläsergruppe des Musikvereins Welschbillig unter der Leitung von Christian Gregorius. Den Thekendienst und den Service übernahm die Jugendgruppe "Welschcity Connections", wofür sie viel Lob erntete. Dass einige aus dieser Gruppe im Sommer 2006 durch Lärm und Vandalismus aufgefallen waren und die Wogen dermaßen hochschlugen, dass eigens eine Bürgerversammlung in Welschbillig einberufen wurde, davon redet heute keiner mehr. Zwischen den Generationen herrscht Friede und Eintracht, wie der Neujahrsempfang zeigte.

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