Spaß auf acht Rollen

Mit Schwung die Freizeit gestalten: Radwege der Region eignen sich hervorragend, um auf Inline-Skates die Gegend zu erkunden. Allerdings fahren Inline-Skater in diesem Jahr gegen den Trend.

 Sportlich unterwegs: Auf der Inline-Skating- Strecke von Riol bis Detzem gibt es viel zu entdecken. TV-Foto: Katja Bernardy

Sportlich unterwegs: Auf der Inline-Skating- Strecke von Riol bis Detzem gibt es viel zu entdecken. TV-Foto: Katja Bernardy

Riol/Trier. (kat) Kofferraum auf, Inline-Skates und Schützer an. Und los geht's, auf acht Rollen vorbei an der fließenden Mosel, auf der Schiffe schippern, sowie vorbei an entspannten Anglern, die auf den großen Fang hoffen. Inline-Skaterin Jule (11) freut sich über die jungen Enten, die watschelnd den Weg kreuzen. Die Strecke vom Moselufer bei Riol bis nach Detzem - oder für Durchtrainierte beliebig weiter - ist ideal, um der Sommersportart zu frönen: frische Luft, Bewegung und jede Menge Spaß. Und: Es gibt viel zu entdecken.

Allerdings sind an diesem Morgen kaum Inline-Skater unterwegs. Die meisten Ausflügler und Sportler genießen die Bewegung unter freiem Himmel und die schöne Mosellandschaft auf ihren Fahrrädern. Dass so wenige Inline-Skater unterwegs sind, spiegelt den zurückgehenden Trend dieser Ausdauersportart wider.

"Inline-Skating hat massiv abgenommen", berichtet Gerrit Brenner, einer der beiden Inhaber von "Trick 17" in Trier. Der Absatz im vergangenen Jahr habe zehn Prozent von dem Absatz von vor sechs Jahren betragen. Und: Statt vierzehntägig biete "Trick 17" nur noch zweimal in der Saison Kurse an. Das Angebot reagiert auf die merklich zurückgegangene Nachfrage nach Kursen. Diese rückläufige Entwicklung sei häufig bei Trendsportarten, "die durch die Industrie und Werbung gepusht werden", zu beobachten, meint Gerrit Brenner. "Sie halten sich nur eine zeitlang." Dies sei bei sogenannten gewachsenen Sportarten anders. Nichtsdestotrotz hält dies etwa Jule nicht davon ab, auf dem grauen Asphalt das Rollen zu genießen.

Das richtige Bremsen ist das A und O



"Ich mag Inlinen", sagt die Elfjährige und saust weiter. Ob Trendsportart oder nicht, wichtig sei immer, Spaß dabei zu haben, betont auch Gerrit Brenner. Beim Inline-Skating komme es vor allem auf das richtige Bremsen an. Sich sicher und selbstbewusst zu bewegen, sei das A und O, zum eigenen Schutz und zur Sicherheit der anderen Leute, die die Strecken nutzten.

Zurück zu Jule: Nach einer guten Stunde auf den Rollen ist Zeit für eine Pause. Dazu laden die Gastronomie, die Bänke, der Spielplatz oder die Wiese am plätschernden Moselufer ein. Fazit: Eine tolle Inline-Skating-Strecke!