SPD für Probebühne

TRIER. (DiL) Die SPD setzt sich dafür ein, für das Trierer Theater eine zusätzliche Probebühne anzumieten. Mangelnde Probemöglichkeiten seien "ein Hauptproblem" des Theaters, schreibt der kulturpolitische Sprecher Peter Spang an Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink (CDU).

Konkreter Anlass ist die Option, in den Räumen des ehemaligen Fernsehsenders "Trier plus" in Trier-Süd ideale Probeflächen zu günstigen Konditionen anzumieten. Intendant Gerhard Weber hatte dies in einer Dezernatsausschusssitzung Anfang November angeregt. Seither werde bei der Verwaltung "geprüft und geprüft", sagt Peter Spang, nun werde es Zeit, zu handeln, "bevor noch jemand anderes zugreift". Gespräche mit den Theater-Vorständen und Vertretern von Orchester, Chor und Ballett ergaben laut Spang ein eindeutiges Meinungsbild: Der jetzige Zustand sei nicht haltbar und teilweise "eine Zumutung für alle Beteiligten". Aufgrund der Raumnot komme es zu einem regelrechten Verdrängungswettbewerb "mit Vertreibungen ganzer Gruppen". Die künstlerische Qualität und das Betriebsklima seien gefährdet. Das ehemalige Fernsehstudio sei mit 400 Quadratmetern "eine einmalige Chance, das Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen", glaubt Spang. Zumal ein Ausbau des Theaters "in den nächsten Jahren unwahrscheinlich und andere Alternativen im Stadtgebiet nicht ersichtlich" seien. Den finanziellen Aufwand hält die SPD für "durchaus vertretbar". Bei Gesamtkosten von 38 000 Euro und einer 50-prozentigen Finanzierung durch das Land werde der Stadtsäckel gerade rund 19 000 Euro belastet. Deshalb bitte die SPD den Dezernenten, "nunmehr aktiv zu werden und den Mietvertrag abzuschließen".

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