Sperrung mit Hindernissen

Eine Schranke, die Autofahrer abhalten sollte, den Schleichweg zwischen Sirzenich und dem Gillenbachtal zu benutzen, haben Unbekannte wiederholt beschädigt. Nun erwägt die Gemeinde Trierweiler, den Weg mit tonnenschweren Steinen zu blockieren.

Trierweiler. Trierweilers Ortsbürgermeister Matthias Daleiden möchte das "Ping-pong-Spiel" nicht mehr mitmachen: Sieben Mal haben Unbekannte bereits die seit Mitte Juli unterhalb des Sirzenicher Hundedressurplatzes angebrachte Wegschranke beschädigt - sieben Mal wurde sie von der Gemeinde repariert oder erneuert. Auch heute haben die Gemeindearbeiter wieder einen Montage-Einsatz. An die Schranke haben sie Eisenteile geschweißt, um sie zu verstärken.

Tonnenschwere Steine sollen Durchfahrt versperren



"Die Schranke ist wohl nicht das geeignete Mittel, um die Durchfahrt auf Dauer zu verhindern. Wir müssen drastischere Maßnahmen ergreifen", sagt Daleiden, der nun dem Gemeinderat in der nächsten Sitzung am 20. Oktober vorschlagen will, die Durchfahrt mit "tonnenschweren Steinen" zu versperren.

Daleiden und Sirzenichs Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann hatten die Schranken-Lösung schon nicht als optimal angesehen, als das Verwaltungsgericht Trier im April nach Anwohnerprotesten aus dem Gillenbachtal verfügt hatte, dass dem wilden Fahren ein Ende bereitet werden müsse (der TV berichtete). Der Weg, den Stau-Flüchter gerne als Alternative zur B 51 nehmen, ist nur für land- und forstwirtschaftlichen Verkehr sowie Kleinkrafträder zugelassen.

Bei einigen Autofahrern hat der Frust über die Sperrung offenbar eine Menge (krimineller) Energie freigelegt. Vom beschädigten Schloss bis zum Herausreißen der kompletten Schranke reichten die Attacken in den vergangenen Wochen; auch ein großer Stein zwischen Schranke und Waldrand sei schon die Böschung hinuntergerollt worden, damit sich Fahrzeuge seitlich vorbeischlängeln konnten, so der Ortsbürgermeister. Sogar Kontrollgänge hat er schon gemacht, aber noch niemanden auf frischer Tat ertappt.

Als Standort für die Stein-Sperre schlägt Matthias Daleiden eine schmale Stelle vor, etwa 500 Meter unterhalb des Hundeplatzes, kurz hinter einer Weggabelung. Dort sei sichergestellt, dass die Landwirte noch ihre Grundstücke erreichen und Zweiräder problemlos passieren können.