Spieglein, Spieglein an der Wand...
Zahlreiche Zuschauer, darunter viele Kinder, erlebten die Premiere und weitere Vorstellung des Märchen-Klassikers "Schneewittchen" in einer Aufführung des Theatervereins Trier-Feyen. Weitere Aufführungen stehen bis Februar auf dem Spielplan.
Trier-Feyen. "Das ist nur gespielt", wissen zwei kleine Fräuleins, während sie gespannt die Szenen auf der Bühne im Pfarrzentrum St. Valerius in Trier-Feyen verfolgen. Schnell haben die Kinder den Bogen raus, dass die Akteure zwar wirklich präsent sind, sie aber eine erfundene Geschichte spielerisch nacherzählen. "Und wie die angezogen sind", kichern die beiden hinter vorgehaltener Hand. Überhaupt nicht leiden können die jungen Zuschauer die resolute Königin, weil diese böse ist und ihrer Stieftochter Schneewittchen sogar den Tod wünscht. Nur weil Schneewittchen viel schöner sei als sie, sagt der sprechende Spiegel: "Ihr seid zwar die Schönste hier, aber Schneewittchen...." Dreimal sinkt Schneewittchen zu Boden, jedesmal von der verkleideten Königin vergiftet. Nur gut, dass die sieben Zwerge ein Auge auf Schneewittchen haben und es zweimal vor dem sicheren Tod bewahren können. Beim dritten Versuch ist selbst die Zwergen-Kunst am Ende. Doch da erscheint der Prinz, der Schneewittchen aus ihrem Schlaf wach küsst. Mit der Königin kann es kein gutes Ende nehmen. Sie stürzt in eine tiefe Schlucht. "Aber nicht wirklich, nur gespielt", wissen die kleinen Besucher nur zu gut. Klein und Groß haben ihren Spaß an der munteren Geschichte. Nicht zu vergessen die Akteure auf der Bühne. Sabine Ballmann mimt die Prinzessin Schneewittchen. Was ihr am besten gefallen habe, will der TV nach der Premiere wissen. "Natürlich der Kuss des Prinzen", sagt "Schneewittchen" mit zwinkerndem Auge. Weitere Feyener Besonderheit ist Francois Kwiatkowski, der der Königin nicht gehorchende Jäger mit luxemburgischem Akzent. "Seinetwegen wollten wir die Königin schon in eine Großherzogin umwandeln", witzelt Theater-Urgestein Fred Dewald. Dem Theaterverein sei daran gelegen, dass Kinder für Kinder spielen, betont die erste Vorsitzende, Sabine Schulz Gerhardt. Große Kinderschar im Einsatz
Gerade für Schneewittchen brauche man eine große Kinderschar, alleine um die sieben Zwerge passend zu besetzen. Da an kindlichen Darstellern beim Theaterverein kein Mangel herrsche, sei die Stückeauswahl schnell auf Schneewittchen gefallen. Als Darsteller wirkten mit: Andrée Marita Becker-Paulus, Gerd Fischer, Anja Peters, Thomas Forster, Bärbel Ballmann (gleichzeitig Spielleiterin), Quirin Heilmaier und als Zwerge Nico Iwan, Julia Ballmann, Yannik Mergen, Michelle Peters, Dominique und Christine Degering, Johanna Dewald und Avelina Heilmaier. Der Spiegel wurde von Wilfried Decker "gesprochen". In der Doppelbesetzung des Jägers spielt Stefan Herschler. An dem sehr schönen Gelingen hatten weiterhin ihren Anteil Hilla Schwickerath, Gerd Fischer, Norbert Becker, Johanna Degering, Christian Schlesier, Fred Dewald, Jutta Decker, Mathilde Pleyer und Marita Mergen. Kennzeichnend für den Theaterverein das gelungene Bühnenbild, wie auch Kostüme und Maske. Weitere Aufführungen wie folgt: (jeweils sonntags, Beginn 16.30 Uhr, Pfarrzentrum St. Valerius) und zwar am 13. Januar, 20. Januar, 10. Februar und 17. Februar. Vorverkauf bei Frisör Mathilde Pleyer, Pellinger Straße 44, und Schreibwaren Reinhold und Petra Schmotz, Matthiasstraße 8 und Karl-Marx-Straße 31, oder unter E-mail tvtrier-feyen@gmx.de.