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Spiel und Spaß im Kürenzer Schlosspark

Spiel und Spaß im Kürenzer Schlosspark

Die Trierer Jugendfeuerwehren haben sich am Sonntag zum sechsten gemeinsamen Wettbewerb mit ihren Kollegen von der Erwachsenen-Wehr getroffen. Jung und Älter hatten genauso Spaß daran.

Trier-Kürenz. "Halt drauf. Du musst besser zielen", feuern Feuerwehrkollegen die eigene Mannschaft an und sind enttäuscht, wenn der Wasserstrahl nicht sofort den auf einen Verkehrsleitkegel aufgesteckten Tennisball trifft und diesen wegspritzt. Am Parcours nebenan ist nicht weniger Geschicklichkeit gefragt. Ein Schubkarren-Gespann (einer fährt, einer sitzt drin) nähert sich einer Ziellinie. Die beiden versuchen, mit einer langen Stange einen Metallring aufzuspießen, der an einer Leine über ihnen hängt.
An diesem Sonntag ist im Kürenzer Schlosspark von der sonst üblichen Ruhe und Idylle nichts zu spüren. Gleich mehrere Hundert Feuerwehrmitglieder samt Anhang bevölkern das Areal: Zehn Mannschaften (fünf Erwachsene, fünf Jungfeuerwehrmitglieder) messen sich beim sechsten gemeinsamen Wettbewerb (eine Art Spiel ohne Grenzen), ausgerichtet von den Trie rer Jugendwehren. Matthias Feltes vom Löschzug Ruwer wirbelt mit einer Feuerpatsche viel Luft auf und treibt so einen Tischtennisball in wenigen Sekunden ins Ziel. Seine Devise: Ganz fest aufschlagen, dann klappt\'s. Kaum zu glauben, wenn das jemand noch schneller schafft.
Nicht nur den Nachwuchskräften machen die Spiele großen Spaß, sondern auch den Erwachsenen, trotz teils schweißtreibender Arbeit. Beim Wasserfördern von Hand mittels Kübelspritze geht einem schon mal schnell die Luft aus, aber damit hat Andreas Ernst von der Kürenzer Erwachsenen-Wehr dann doch kein Problem. Wer will vorzeitig schlappmachen bei so vielen Zuschauern? Ein Team besteht zur Hälfte aus jungen und älteren Wehrangehörigen. Auch einige Mädchen sind darunter.
Das Zusammenwirken der Generationen sei eine Intention bei den Spielen, erläutert Stefan Anton, als Stadtjugendfeuerwehrwart verantwortlich für das alle zwei Jahre stattfindende Spektakel: "Zu viel Aufwand, um es jedes Jahr zu organisieren." In der Zwischenzeit wird das von den Olewiger Wehrleuten beim Steckleiterspiel angekarrte Wasser gemessen. 19 Zentimeter in einem nicht kleinen Fass. "Das ist bis jetzt der beste Wert", verrät ein Betreuer. Danach machen sich die Olewiger mit stolz geschwellter Brust an die nächste Aufgabe.
Beigeordneter Thomas Egger nimmt die Siegerehrung vor. Den Spielevergleich hat das Team der Freiwilligen Feuerwehr Trier-Irsch (77 Punkte von 100 möglichen) gewonnen. Die weiteren Plätze: 2. Olewig I (74), 3. Pfalzel (68), 4. Ehrang I (62), 5. Ehrang II (61), 6. Euren (59), 7. Stadtmitte (46), 8. Olewig II (40), 9. Kürenz (39), 10. Ruwer (34).
Stadtjugendfeuerwehrwart Stefan Anton gibt die Gründung des Jugendfeuerwehr-Forums Trier bekannt. Es besteht aus 15 Mitgliedern. Seine Aufgabe besteht darin, Jugendfeuerwehr-Aktivitäten zu entwickeln und zu organisieren. Den Vorsitz führt der Jugendfeuerwehrwart. LH