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Spielende Kinder, gefährdete Kinder

Spielende Kinder, gefährdete Kinder

Freude und Frust im Ortsbeirat Trier-Süd: Gute Nachrichten gab es zur Spielsituation für Kinder und zur nahe gelegenen Römerbrücke. Für Ärger sorgen weiterhin Eltern, die ihre Kinder bis vor die Schulbank chauffieren - und damit andere gefährden.

Trier-Süd. Am Sitz des Feuerwehr-Löschzugs Stadtmitte in der Löwenbrückener Straße erhielt der Rat zunächst eine Übersicht über die Spielraumsituation im Stadtteil, dargestellt von Kerstin Schorer-Hach vom Verein Mobile Spielaktion.
Die bewertet die Spielraumsituation recht positiv: Der Stadtteil biete vergleichsweise viele Möglichkeiten zum Toben und Aufhalten. Auf Fragen des Rates zu einem Bolzplatz mit leichtem Abfallproblem gab Schorer-Hach den Hinweis, dass hier das Sportamt verantwortlich sei: Dieses wird aber nur auf Zuruf tätig - Spielpätze werden hingegen turnusmäßig vom Grünflächenamt kontrolliert. Ein beliebtes, aber auch renovierungsbedürftiges Basketballfeld im Schammat will der Ortsbeirat mit 19 000 Euro aus dem für 2014 noch verfügbaren Ortsteilbudget unterstützen. Da die Maßnahme aber nicht mehr dieses Jahr ausgeführt werden kann, wird das Geld zweckgebunden dem Jugendamt überantwortet. Damit ist den Erfordernissen der Gemeindeordnung Genüge getan und die Gefahr gebannt, dass das Geld als nicht abgerufenes Mittel verfällt.
Verkehrschaos vor der Schule


Das Problem der "Elterntaxis" stand ebenfalls mal wieder auf der Tagesordnung - also Eltern, die ihre Sprösslinge im Auto bis ans Schultor fahren und auch direkt von dort wieder abholen. Die Bequemlichkeit der einen bedeutet aber regelmäßig Gefahr für andere: Regelwidriges Anhalten führt zu unübersichtlichen, chaotischen Situationen und riskanten Überhol- und Wendemanövern. Beiratsmitglieder, die selbst schulpflichtige Kinder haben, berichteten, dass das Problem vielfach mit Schulleitungen thematisiert worden sei. Appelle an die Eltern hätten aber immer nur zeitweilig Besserung gebracht. Der Beirat beschließt, das Thema mit dem Stadtteilpolizisten zu erörtern - eventuell im Hinblick darauf, Schülerlotsen auszubilden.
Wohlwollend nimmt der Ortsbeirat zur Kenntnis, dass die Stadt das Projekt "Römerbrücke - Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft" im Rahmen des Städtebauförderprogramms des Bundes "Nationale Projekte des Städtebaus" zur Förderung angemeldet hat. Ist die Bewerbung erfolgreich, wird die Römerbrücke schon 2016/17 nicht nur technisch saniert, sondern auch in ihrer Erscheinung deutlich aufgewertet werden. Die geschätzten Kosten von 15,6 Millionen Euro müsste die Stadt zu zehn Prozent tragen - den Rest übernähme der Bund.
Ein Bouleplatz am Mattheiser Weiher soll auf Wettbewerbsmaße erweitert werden. Eine Anfrage des Ortsbeirats Feyen/Weismark, ob sich der Ortsbeirat Süd an den Kosten beteiligt, wurde vertagt.
Die nächste Sitzung des Ortsbeirats Trier-Süd findet wahrscheinlich am Mittwoch, 3. Dezember, statt.