Sportflugzeug stürzt in Gebäude

Es war eine gigantische Übung, die die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Schweich ausgearbeitet hatte. Rund 250 Feuerwehrleute und Sanitäter bewältigten die vorgegebenen Lagen im Industriepark Region Trier (IRT).

 Alle Hände voll zu tun hatten neben den Feuerwehrleuten auch die Sanitäter bei der Großübung im Industriepark Region Trier.TV-Foto: Dietmar Scherf

Alle Hände voll zu tun hatten neben den Feuerwehrleuten auch die Sanitäter bei der Großübung im Industriepark Region Trier.TV-Foto: Dietmar Scherf

Föhren. Eine solche Großübung der Hilfskräfte ist nicht alle Tage zu sehen. Das Erstaunliche ist, die Feuerwehrleute und Sanitäter scheinen ein eingespieltes und gut trainiertes Team zu sein. "Die Leute haben konzentriert gearbeitet. Es gab keine Probleme bei der Kommunikation und auch sonst keine Auffälligkeiten", sagte Alexander Loskill, Wehrleiter der Verbandsgemeinde Schweich, gegen Ende der mehrstündigen Aktion. Die Freude und die Zufriedenheit über das gute Gelingen stehen ihm ins Gesicht geschrieben.

Hilfe kommt auch aus dem Nachbarkreis



Während Hans Berg von der Verbandsgemeindeverwaltung (VG) Schweich die Gäste begrüßt und Marc Schmitt, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Longuich, die angenommene Lage erläutert, werden die Helfer in ihrem Bereitstellungsraum in Bekond alarmiert. Die Lage stellt sich wie folgt dar: Vom Tower des nahegelegenen Flugplatzes ist zu sehen, dass ein Sportflugzeug beim Landeanflug im Bereich des IRT in ein Gebäude abstürzt. Vom Tower aus ist eine starke Rauchentwicklung zu sehen. Die Leitstelle in Trier löst zunächst einen Alarm für die Feuerwehren aus Föhren, Schweich und Bekond, den Wehrleiter, die Feuerwehr-Einsatz-Zentrale in Schweich, den Rettungsdienst und den Malteser-Hilfsdienst aus. Schmitt: "Die anrückenden Kräfte wissen nicht, was passiert ist oder was sie am Unfallort` erwartet." Einsatzleiter Christof Kellersch erkundet die Lage. Vermutlich werden bis zu zehn Menschen in dem brennenden Gebäude vermisst.

Zur Unterstützung werden weitere Freiwillige Feuerwehren und Hilfskräfte angefordert. Darunter sind auch Einheiten aus dem Landkreis Bernkastel-Wittlich, der Verbandsgemeinde Ruwer, die Feuerwehr Trier, Teileinheiten des Gefahrstoffzuges Trier-Saarburg, die Technische Einsatzleitung Trier-Saarburg sowie die Schnelleinsatzgruppe (MHD Föhren und DRK Schweich). Insgesamt sind über 40 Einsatzfahrzeuge vor Ort.

Die Feuerwehrleute dringen in das Gebäude ein, retten die Menschen und übergeben sie zur weiteren Versorgung an die Sanitätsdienste.

Die Planer haben sich aber nicht mit einem Unfall zufrieden gegeben. So werden noch zwei Ereignisse angenommen und "abgearbeitet".

Im Verlauf der Rettungsmaßnahmen kommt es zu einem "Verkehrsunfall" mit fünf Fahrzeugen. Fünf Personen werden in ihren Fahrzeugen und unter Stahlteilen eingeklemmt. Außerdem werden Einheiten in Chemie-Vollschutzanzügen eingesetzt, um das Eindringen von Chemikalien in das Entwässerungssystem zu verhindern. Die Übung, an der zahlreiche Zuschauer teilnahmen, zeigt, dass die Zusammenarbeit im "Ernstfall" auch über die Verwaltungsgrenzen hinaus funktioniert.