SPORTSTÄTTEN

Zum Bericht "Schulsport verliert gegen Vereinsfußball" (TV vom 17. September):

Die Toni-Chorus-Halle ist nicht nur wochentags durch den Schul- und Vereinssport beansprucht, sondern steht auch an den Wochenenden dem Wettkampfsport einer Vielzahl von Vereinen unentgeltlich zur Verfügung. Da die Arena Trier verstärkt mit kulturellen und sonstigen nichtsportlichen Veranstaltungen belegt ist, ist der Erhalt der Toni-Chorus-Halle als dritter Sporthalle in der gerne so bezeichneten "Sportstadt Trier" unabdingbar. Sie ist die einzige zentral gelegene Sporthalle, die auch fußläufig und für ältere Menschen erreichbar ist und eine breit gefächerte und variable Sportnutzung erlaubt (Spielfeld 20 mal 40 Meter). Die Frage bleibt wohl offen, wo die mehreren Hundert Schul-, Wettkampf- und Gesundheitssportler bei Schließung dieser Halle untergebracht werden sollen. Alternativen bestehen nicht. Bei der kürzlich errichteten Turnhalle am Mäusheckerweg wurde infolge von Kommunikationsproblemen zwischen den Entscheidungsträgern der Stadt die Chance vertan, eine variabel nutzbare und auch der demografischen Entwicklung angepasste Sporthalle zu bauen. Nun wird erneut durch eine politische Entscheidung die Hoffnung zu Grabe getragen, im Stadtgebiet Trier eine Ausgewogenheit der unterschiedlichen Sportinteressen herbeizuführen oder zumindest ansatzweise anzustreben. Es wird eine weitere Chance vertan, innerhalb des Stadtgebietes ein bisher noch halbwegs funktionierendes weit gefächertes Sportangebot durch Vereine und sonstige Freizeit- und Gesundheitssport anbietende Institutionen sicherzustellen. Die jetzt getroffene Entscheidung stellt einen Großverein mit der einzigen im Stadtgebiet Trier bestehenden größeren Vereinssporthalle vor eine finanzielle Entscheidung, die dieser ohne öffentliche Hilfe, insbesondere der Stadt als Nutznießer wohl kaum im Sinne der Sportstadt Trier treffen wird. Daher ist es zwingend geboten, dem Verein wie im jetzigen Falle zugunsten des Fußballvereins zumindest eine finanzielle Garantie einer späteren Bezuschussung zu geben, mit der die weitere Sanierungsplanung fortgesetzt werden kann. Herbert Schuhmacher, Trier

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