Stadt findet neue Heimat für Waldpänz

Stadt findet neue Heimat für Waldpänz

Gute Nachricht für die Waldpänz: Die Stadt hat einen neuen Standort für den Waldkindergarten gefunden. Oberbürgermeister Klaus Jensen präsentierte dem Stadtrat gestern Abend den Vorsatz, "die weitere Planung auf einen Tennenplatz am Waldstadion zu konzentrieren".

Trier. Der in Frage kommende seitlich an das Stadion angrenzende Platz liegt zurzeit im Nutzungsrecht des Postsportvereins Trier (PST) und umfasst 3500 Quadratmeter. Dort sollen der Zirkuswagen und das Holzhaus des Waldkindergartens Platz finden. Jensen: "Der PST hat zugesagt, kurzfristig ein Konzept vorzulegen, mit dem die sportlichen Belange und der Waldkindergarten in Übereinstimmung gebracht werden." Dieses Konzept soll noch im Juli vorgestellt und beschlossen werden.
Forstamt und Bauaufsichtsamt unterstützten diese Lösung, sagt Triers OB. "Das Bauaufsichtsamt wird in der kommenden Woche einen runden Tisch mit allen Beteiligten koordinieren, in dem die nächsten Handlungsschritte abgesprochen werden." Der wichtigste dieser Schritte ist das Erreichen einer Genehmigung. An dieser Hürde sind die Waldpänz überraschend gescheitert (der TV berichtete mehrmals).
Nur wenige Wochen vor dem Start des Waldkindergartens am 1. Juli musste der freie Trägerverein Waldpänz die Hiobsbotschaft entgegennehmen: Die Stadt verweigerte die Baugenehmigung für das Holzhäuschen mit Sanitär- und Ruheräumen. Das Forstamt hatte Bedenken angemeldet: Auch bei ständiger und bester Kontrolle könne niemand ausschließen, dass ein Baum plötzlich umfalle. Deshalb müsse ein Gebäude mindestens 25 Meter vom Waldrand entfernt stehen, das bestätige auch ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts.
Jensen fasste zusammen: "Die Suche nach einem neuen Standort ist abgeschlossen. Die Bemühungen konzentrieren sich jetzt darauf, die für den Alternativstandort notwendigen Dinge auf den Weg zu bringen." Dazu gehören ein neuer Bauantrag, der "mit höchster Priorität" behandelt werde, und eine Nutzungsvereinbarung zwischen der Stadt, dem Postsportverein und dem Trägerverein Waldpänz.
Diese Entwicklung machte den von CDU, SPD, FWG sowie der Linken und den Grünen gemeinsam vorbereiteten Antrag überflüssig, denn dessen Kern war der Auftrag an die Verwaltung, einen neuen genehmigungsfähigen Standort zu suchen. Pro forma wurde er dann trotzdem gestellt und mit Enthaltung der FDP angenommen. Diese Enthaltung begründete Tobias Schneider: "Wir stimmen keinen Schaufensteranträgen zu, in denen der Rat lediglich bekräftigt, begrüßt, zur Kenntnis nimmt und dann etwas beauftragt, was bereits geschehen ist." jp