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Stadt sagt ja zu enger Kooperation mit Universität

Stadt sagt ja zu enger Kooperation mit Universität

Auf dem Weg zur intensiven Zusammenarbeit von Rathaus und Universität: Der Steuerungsausschuss des Trierer Stadtrats hat einmütig grünes Licht für den Abschluss eines Kooperationsvertrages gegeben. Strittig war allerdings die Besetzung der Lenkungsgruppe. Die Linke fand keine Mehrheit für einen Änderungsantrag.

Trier. Stadt und Uni Trier - das war bisher nicht unbedingt ein Dream-Team. Zusammenarbeit ja, das aber vor allem bezogen auf einzelne Projekte und Veranstaltungen. Nun soll die Schnittmenge von Wissenschaft auf der einen Seite und Praxis auf der anderen deutlich vergrößert werden - "zum gegenseitigen Nutzen", betonte Oberbürgermeister Klaus Jensen in der Sitzung des Steuerungsausschusses am Donnerstagabend, als es darum ging, städtischerseits den Weg zu einem Kooperationsvertrag zu bereiten. Dass Stadt und Uni einander brauchen und gemeinsam viel bewegen können, war völlig unstrittig unter den Vertretern der Ratsfraktionen.
Nicht repräsentativ genug?


Doch ein Änderungsantrag der Linken führte zu einer kontroversen Diskussion. Die geplante Lenkungsgruppe, die das Arbeitsprogramm erstellen und abstimmen soll, war aus Sicht von Susanne Kohrs nicht repräsentativ besetzt. Ergänzend zu Stadtvorstand (OB, Dezernenten) und Uni-Leitung (Präsident, Vize, Kanzler) wollte die Linke auch noch einen Vertreter des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (Asta) mit ins Lenkungsgremium aufgenommen wissen. Das sahen CDU, SPD, FWG und OB Jensen als zum jetzigen Zeitpunkt weder notwendig noch zielführend an.
Argumentative Schützenhilfe erhielt das Linken-Ansinnen von den Grünen: Eine frühzeitige Beteiligung des Asta sei "nicht störend, sondern bereichernd", meinte Reiner Marz. Tobias Schneider (FDP) bat, den Antrag zurückzuziehen, denn er erweise der guten Sache eine Bärendienst und gefährde die positive Wirkung. Dem kam Susanne Kohrs nicht nach. Das Abstimmungsergebnis spiegelte die vorangegangene Diskussion wieder: Lediglich Grüne und Linke votierten dafür. Alle anderen Ausschussmitglieder und OB Jensen waren dagegen.
Endlich ein Gästehaus


Die Kooperationsvereinbarung an sich fand ungeteilte Zustimmung. Es gab lediglich eine Enthaltung (Susanne Kohrs). Die angestrebte enge Zusammenarbeit soll über Veranstaltungen wie "City-Campus trifft Illuminale" (26. September) oder die Einrichtung eines Instituts für Stadtentwicklung und Forschung auch endlich ein gemeinsames Gästehaus von Stadt, Uni, Hochschule und Theologische Fakultät bringen. rm.